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Montag, 16. November

Mo, 16. Nov 2026, 20:00

Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

von Fjodor M. Dostojewski

@ Berliner Ensemble › Neues Haus

Das grenzenlose Leben in der Großstadt, der Anspruch auf Freiheit und die Kostbarkeit des eigenen Lebensentwurfs – nämlich genau so leben zu können, wie man es möchte – finden am Ende des Tages im "wirklichen" Leben nur wenig Platz. Stellt sich die Frage: Gibt es das denn überhaupt, "freien Willen"? Kann man das überhaupt, "Leben nach eigener Vorstellung"? Oder ist das am Ende doch nur etwas für die "happy few", in einer Welt, die längst berechnet und verkauft ist? In einer Abrechnung und Annäherung gleichermaßen durchlebt Dostojewskis Protagonist noch einmal sein Leben, predigt und wütet heillos, immer auf der Suche nach dem echten Leben innerhalb der Abgründe der Gesellschaft. Die meisten Dinge im Leben sind in Systemen geordnet; seien es politische Systeme und Staatsformen, Wirtschaftssysteme, Sitten und Sprache, Mythen und Glaube oder Organisationsformen von Wissen. Menschen schaffen Systeme, um sich die Natur, die Umwelt und jede Form von Miteinander handhabbar zu machen. Sie schützen vor dem Nichts – vor der Sinnlosigkeit und Grausamkeit der Welt. Ein Problem allerdings, das sich damit stellt, ist, dass Systeme immer auch Macht bedeuten. Sie machen die Welt zwar verfügbar, aber so gut wie nie komplett und nie für alle. Die Menschen nun, die – selten freiwillig – außerhalb dieser Systeme geraten, sind es, die im Mittelpunkt von Dostojewskis Werk stehen: Die Unsichtbaren, die nicht reich, klug, jung oder fortschrittlich genug sind. Diese Menschen sind nicht gern gesehen und sie kommen auch selten in der Literatur vor. Die Gefahr, die die Unsichtbaren darstellen, ist nämlich, dass sie sichtbar machen, dass Systeme menschengemacht sind und damit veränderbar; sie sind gefährdet und gefährdend gleichermaßen. Diese Unsichtbaren zeigen, dass es etwas gibt, das außerhalb des Systems ist und das liegt daran, dass Systeme nicht natürlich sind. Und wenn die Welt veränderbar ist, bedeutet das auch, dass wir, die wir in den Systemen leben, für sie verantwortlich sind und einen Umgang mit dem, was außerhalb ist, finden müssen. Die Totalität von Systemen nivelliert den Menschen – das zeigt sich bei Dostojewski an denjenigen, die in ihnen nicht vorkommen, die am Rand oder vor dem Abgrund stehen und nicht weiter wissen. Denn in ihnen offenbart sich die menschliche Existenz – als schmerzhaft und gefährdet, aber frei. Denn der Mensch hat eine Wahl – wenn auch keine leichte. Dostojewski besteht darauf, dass sich die Freiheit des Menschen, die er zwischen den zwei Polen der Welt – dem Glauben und dem Wissen – verloren sieht, im Wollen besteht. Wo der Glaube den Menschen zu sittlicher Demut ermahnt und das Wissen dem Menschen beweist, dass er nichts weiter als eine Reihe molekularer Kausalketten ist, können wir Freiheit wollen und sind damit verantwortlich. Die Welt ist ein System vor dem Abgrund – und es liegt an uns sie zu gestalten. von Johannes Nölting

Aufzeichnungen aus dem Kellerloch
Mo, 16. Nov 2026, 20:00

Ingrid Kühne

Ja, aber ohne mich!

@ Die Wühlmäuse

Ingrid Kühne
Copyright © agentur ahrens
Mo, 16. Nov 2026, 20:00

Mireille Mathieu

@ Gasteig HP8 › Isarphilharmonie

Mireille Mathieu
Mo, 16. Nov 2026, 20:00

Caro

@ Columbia Theater

Caro kündigt ihr neues Soloalbum „Returning to Innocence“ an, das am 9. Oktober erscheinen soll. Gleichzeitig präsentiert sie ihre neue Single „Already Lost“, die am 11. September erscheint. Caro kündigt außerdem einen In-Store-Auftritt am 8. Oktober bei Next Door Records in Shepherds Bush, London, an. Caro wird ihre neue Musik zudem live vor Publikum in ganz Europa präsentieren, mit Headliner-Auftritten in Berlin, Mailand, Paris und zwei Shows im legendären Londoner Ronnie Scotts am 28. November. Weltweit bekannt als die Stimme von Caro Emerald, tritt sie nun einfach als Caro auf. Von Glastonbury bis Sziget und von Tokio bis Los Angeles hat Caro Hunderte von Konzerten gespielt und weltweit Millionen von Platten verkauft. In den Niederlanden brach sie Chartrekorde und übertraf „Thriller“ in der Anzahl der Wochen auf Platz 1 – eine Leistung, die ihren Platz in der europäischen Popgeschichte festigte. Später präsentierte sie sich mit „The Jordan“ mit einem dunkleren, introspektiveren Sound neu. Doch Caro war schon immer Caro. Ihre Stimme – unverwechselbar, zeitlos, international, voller Eleganz und zugleich roher Menschlichkeit – hat jede Entwicklung begleitet. Nun schafft sie unter ihrem eigenen Namen etwas Neues: Alt-Pop, der Anleihen beim Pop der 80er, bei Balladen der 90er und beim klassischen R&B nimmt, mit einem Sound, der sich zugleich uralt und unverfälscht zeitgemäß anfühlt. „Returning to Innocence“ markiert eine Rückkehr zum kreativen Kern – ein selbstbewusstes und vollendetes Werk nach ihren eigenen Vorstellungen. Nach den bereits veröffentlichten Singles „I Can’t Win“, „Greatness“, „Call the Shots“ und „The Guy Bangs“ ist „Already Lost“ ein weiterer Einblick in den vielschichtigen Sound des Projekts. Der Track besticht durch tiefe, dissonante und filmische Synthesizerklänge, die auf einer elektronischen Produktion aufbauen, die brodelt, ohne jemals überzukochen. Ein programmierter Beat, der unter all dieser Schwere leicht bleibt, aber wenn er doch einmal bricht – nur einmal, ganz knapp –, fühlt es sich an wie ein Ausatmen. Er ist bereits gegangen. Sie hat nur noch nicht aufgehört, seine Gestalt festzuhalten. Nicht sexuell. Auch nicht wirklich zärtlich. Eher wie ein Opfer. Etwas nähren, das nicht wachsen kann, und es trotzdem tun. „Returning to Innocence“ ist ein mutiges und genreübergreifendes Pop-Album, das Caros künstlerische Bandbreite und Unabhängigkeit widerspiegelt. Als ihr bislang verletzlichstes Werk ist das Album eine zutiefst persönliche Auseinandersetzung mit dem Frausein – sowohl damit, wie es gelebt wird, als auch damit, wie es sich vorgestellt wird. Durch groovigen Alternative-Pop mit sakralen Chören hinterfragt und definiert es traditionelle Rollenbilder für Frauen neu und bietet eine moderne Vision, die das gesamte Spektrum des Weiblichen umfasst. Dies ist ein Album über die Erlaubnis: fehlbar und göttlich, hungrig und demütig, stark und verletzlich zugleich zu sein. Caro gräbt die Archetypen aus, die in jeder Frau leben: die Mutter, das Kind, die Geliebte, die Kriegerin. Das sind keine getrennten Frauen; sie sind eine Frau, die sich voll und ganz verwirklicht hat. Der Sound ist zugleich uralt und futuristisch: Synthesizer und vielschichtige Gesangsstimmen schaffen mitreißenden, einprägsamen Pop, der auf vielfältigen Grooves von R&B über Breakbeat bis hin zu Rock aufbaut und fließend zwischen Old-School-Soul und moderner Avantgarde wechselt. Bekenntnisse klangen noch nie so eingängig. Man stelle sich vor: die emotionale Tiefe von Lorde, die klangliche Abenteuerlust von Frank Ocean, die atmosphärische Spiritualität von Enigma – verschmolzen zu etwas Zeitlosem. „Bei ‚Returning to Innocence‘ geht es nicht darum, die Unschuld wiederzufinden“, erklärt Caro. „Es geht darum, zu akzeptieren, dass alles – das Schöne und das Unangenehme – Teil dessen ist, wer ich bin.“

Caro
Mo, 16. Nov 2026, 20:00 – 21:50

Der Geizige

@ Schaubühne Berlin

Der geizige Harpagon ist seit vielen Jahren verwitwet und hat zwei erwachsene Kinder. Elise und Cléante leiden unter dem Sparwahn ihres Vaters: Um sich Kleidung kaufen zu können, müssen sie entweder beim Glücksspiel Geld gewinnen oder es irgendwo leihen. Beide Geschwister sind verliebt: Elise in Valère, der für ihren Vater arbeitet, Cléante in die Nachbarin Marianne. Die Paare brauchen Geld, um ihre Hochzeiten zu bezahlen und das gemeinsame Leben zu beginnen. Zögerlich gehen Elise und Cléante auf ihren Vater zu, um ihn um Unterstützung zu bitten. Doch Harpagon hat ganz andere Sorgen: Er hat im Garten eine Geldkassette vergraben und hat nun Angst, dass diese gestohlen werden könnte. Gleichzeitig hat er selbst Pläne geschmiedet: Wenn Elise den alten, aber reichen Kaufmann Anselme heiratet und Cléante eine vermögende Witwe, dann könnte Harpagon die mittellose Marianne zur Frau nehmen. Elise und Cléante beschließen, sich zum ersten Mal in ihrem Leben gegen ihren tyrannischen Vater zu wehren und beginnen, sich Intrigen auszudenken, die immer komplizierter und verwickelter werden. »Der Geizige« ist ein Stück über einen Mann, der durch seine Gier nach Geld und der Liebe zu einer jüngeren Frau versucht, gegen den Tod und die Vergänglichkeit zu kämpfen. Mit »Der Geizige« inszeniert Thomas Ostermeier zum ersten Mal ein Stück von Molière. Lars Eidinger, der zuletzt bei »Richard III.« mit Ostermeier zusammengearbeitet hat, spielt die Titelrolle.

Der Geizige
Der Geizige, Foto: © Gianmarco Bresadola, 2026
Mo, 16. Nov 2026, 20:00

Originalklang

@ Philharmonie Berlin – Besucherführungen › Philharmonie Berlin – Großer Saal

Originalklang
Mo, 16. Nov 2026, 20:30

FRANKIE AND THE WITCH FINGERS

@ Lido Berlin

FRANKIE AND THE WITCH FINGERS
Mo, 16. Nov 2026, 20:30 – 23:50

A-TRANE PRÄSENTIERT: ANDREAS SCHMIDT & FRIENDS HEUTE MIT:

@ A-Trane Berlin

A-TRANE PRÄSENTIERT: ANDREAS SCHMIDT& FRIENDS HEUTE MIT: EINTRITT FREI & ENTRANCE FREE Auf dem unteren Link zur Facebookseite von Andreas Schmidt erfahren Sie, wer alles an diesem Konzerttag auftreten wird. Um die Spontanität zu erhalten, was die Montagskonzerte von Andreas Schmidt & Friends ausmacht, werden die Musiker kurzfristig bekannt gegeben, Facebook Andreas Schmidt It´s me, the Monday A-Trane pianist Andreas Schmidt. Since 1995 I played here about 900 wonderful & surprising improvised happenings in music with lots of friends like Jay Clayton, Hayden Chisholm, Dave Douglas, Walter Norris, Mark Murphy, Till Brönner, Sebastian Merk, Andreas Edelmann, Jan Roder, Connie Crothers, Max Andrzejewski, Andy Fite etc.. Here’s what Richard Williams wrote about me in his blog: «If you’re ever at a loose end in Berlin on a Monday night, my advice would be to head for A-Trane, the jazz club in Charlottenburg, where Andreas Schmidt, a pianist, composer and teacher at the city’s Jazz Institut, holds a weekly free-admission session featuring a changing cast. Schmidt is a fine pianist, the salient features of his playing located somewhere between the Paul Bley of the mid-’60s and the Chick Corea of «Now He Sings, Now He Sobs». You might get an idea of his approach if I say that his first album was made (in 1995) with Lee Konitz, and a later one comprised a duo with Gary Peacock. His music is cerebral, but on the evidence I’ve heard it never lacks wit and humanity.» Richard Williams Andreas Schmidt, Piano

A-TRANE PRÄSENTIERT: ANDREAS SCHMIDT & FRIENDS HEUTE MIT:

Dienstag, 17. November

Di, 17. Nov 2026 · Uhrzeit noch unbekannt

ZirkusLAB - FRAGMENTE

@ Pasinger Fabrik

ZirkusLAB – FRAGMENTE Die neue Produktion aus dem ZirkusLAB der Pasinger Fabrik Im November 2025 startete die Pasinger Fabrik ein neues kreatives Labor für den zeitgenössischen Zirkus. Für lokale und internationale Artisten und Tänzer*nnen entsteht ein neuer Ort in München um neuen lokalen Talenten und etablierten Künstlerinnen mehr Sichtbarkeit und einen festen Ort zu geben. Nach dem überwältigenden Erfolg und den restlos ausverkauften Vorstellungen der letztjährigen Produktion „Reflection“ präsentiert die Pasinger Fabrik im November 2026 unter der Künstlerischen Leitung von Werner Buss die neue Showproduktion „FRAGMENTE“. “FRAGMENTE“ ist eine Hommage an das Unvollständige – das Mutige – das Dazwischen. Was entsteht, wenn Einzelteile aufeinandertreffen? Wenn Unterschiedlichkeit nicht geglättet, sondern gefeiert wird? Jede Darbietung steht für sich, wie ein eigenes Universum aus Bewegung, Klang und Emotion. Und doch verbinden sich diese künstlerischen Splitter zu einem großen gemeinsamen Bild. “FRAGMENTE“ zeigt: Gerade im Bruch liegt die Schönheit. Poetisch und kraftvoll, verspielt und tiefgründig vereint die neue Produktion des ZirkusLAB zeitgenössischen Tanz und moderne Artistik. Dauer: 75 Minuten ohne Pause Empfohlen: Ab 6 Jahren REGIE: Julia S. Ladner CHOREOGRAPHIE: Julia S. Ladner und Karin Paulsburg (Stonebite Studios, München) TANZ UND LUFTARTISTIK: Julia S. Ladner und Karin Paulsburg, Doris Teichmann, Anna-Maria Sinnwell und Peke Vana KONTORSION: Niko Chatzoglou FLYING POLE UND HANDSTAND: Daniela Maier BREAKDANCE: B-Boy Gohan Edwin Paul Cordova Campos CYR-WHEEL: Simone Bredice KÜNSTLERISCHE LEITUNG: Werner Buss LIGHTDESIGN: Reinhard Bichsel TECHNISCHE LEITUNG: Benedikt Kölsch

Poster für FRAGMENTE, ZirkusLAB: Performer in Rückbeuge auf dunkler Bühne, darüber pinke Wellenlinien; Termine 06.–22.11.2026, Pasinger Fabrik.
Pasinger Fabrik Kultur- und Bürgerzentrum GmbH
Di, 17. Nov 2026 · Uhrzeit noch unbekannt

Film - Ruinenschleicher und Schachterleis, München nach 1945

@ Pasinger Fabrik

Ein schwarz-weiß Foto aus der Nachkriegszeit mit fünf Kindern im Vordergrund, im Hintergrund Ruinen und Häuser, mit Aufschrift Ruinenschleicher und Schachterleis - München nach 1945
Pasinger Fabrik Kultur- und Bürgerzentrum GmbH
Di, 17. Nov 2026 · Uhrzeit noch unbekannt

Finanzföderalismus – Stresstest für die Demokratie?

@ Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund

Di, 17. Nov 2026, 09:15

PEER GYNT

@ Nikolaisaal Potsdam › Nikolaisaal – Foyer

PEER GYNT
Pressebild ©Beate Wätzel
Di, 17. Nov 2026, 11:00

PEER GYNT

@ Nikolaisaal Potsdam › Nikolaisaal – Foyer

PEER GYNT
Pressebild ©Beate Wätzel
Di, 17. Nov 2026, 14:00

Öffentliche Führung auf Englisch

@ Philharmonie Berlin – Besucherführungen

Öffentliche Führung auf Englisch