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Events an diesem Ort

Dienstag, 17. November

Di, 17. Nov 2026, 20:00 – 21:50

Der Geizige

@ Schaubühne Berlin

Der geizige Harpagon ist seit vielen Jahren verwitwet und hat zwei erwachsene Kinder. Elise und Cléante leiden unter dem Sparwahn ihres Vaters: Um sich Kleidung kaufen zu können, müssen sie entweder beim Glücksspiel Geld gewinnen oder es irgendwo leihen. Beide Geschwister sind verliebt: Elise in Valère, der für ihren Vater arbeitet, Cléante in die Nachbarin Marianne. Die Paare brauchen Geld, um ihre Hochzeiten zu bezahlen und das gemeinsame Leben zu beginnen. Zögerlich gehen Elise und Cléante auf ihren Vater zu, um ihn um Unterstützung zu bitten. Doch Harpagon hat ganz andere Sorgen: Er hat im Garten eine Geldkassette vergraben und hat nun Angst, dass diese gestohlen werden könnte. Gleichzeitig hat er selbst Pläne geschmiedet: Wenn Elise den alten, aber reichen Kaufmann Anselme heiratet und Cléante eine vermögende Witwe, dann könnte Harpagon die mittellose Marianne zur Frau nehmen. Elise und Cléante beschließen, sich zum ersten Mal in ihrem Leben gegen ihren tyrannischen Vater zu wehren und beginnen, sich Intrigen auszudenken, die immer komplizierter und verwickelter werden. »Der Geizige« ist ein Stück über einen Mann, der durch seine Gier nach Geld und der Liebe zu einer jüngeren Frau versucht, gegen den Tod und die Vergänglichkeit zu kämpfen. Mit »Der Geizige« inszeniert Thomas Ostermeier zum ersten Mal ein Stück von Molière. Lars Eidinger, der zuletzt bei »Richard III.« mit Ostermeier zusammengearbeitet hat, spielt die Titelrolle.

Der Geizige
Der Geizige, Foto: © Gianmarco Bresadola, 2026

Freitag, 20. November

Fr, 20. Nov 2026, 20:00 – 22:45

Die Wildente

@ Schaubühne Berlin

Gregers Werle nimmt nach vielen Jahren der Abwesenheit eine Einladung in das Haus seines Vaters an. Er ist dem alten Werle, einem reichen Industriellen, lange aus dem Weg gegangen, denn der Vater hatte die verstorbene Mutter betrogen und sie in die Alkoholsucht getrieben. Zu der Essensgesellschaft, bei der Vater Werle seine Beziehungen zu den wichtigsten Politikern der Stadt pflegt und seine Haushälterin als potenzielle neue Lebenspartnerin präsentiert, hat Gregers Hjalmar Ekdal, seinen besten Freund aus Kindertagen, auch eingeladen. Im Gespräch mit Hjalmar wird Gregers klar, dass sein Vater nicht nur Hjalmars Vater wegen eines Betrugs, an dem er selber beteiligt war, ins Gefängnis gebracht und die ehemals wohlhabende Familie in den Ruin getrieben, sondern auch seine ehemalige Geliebte Gina mit Hjalmar verkuppelt hat. Für Gregers steht fest, was zu tun ist. Er zieht bei Hjalmar und Gina, die mit ihrer Tochter Hedwig und Hjalmars Vater zusammenleben, ein, um die Lügen, auf denen ihre Existenz basiert, zu enthüllen. Die Wahrheit über die Vergangenheit und die Machenschaften seines Vaters zu erfahren, wird der gesamten Familie Ekdal dabei helfen, ein glücklicheres, ein ehrliches Leben zu führen, davon ist Gregers überzeugt. Zwei Jahre nachdem Ibsen mit »Ein Volksfeind« ein Stück über die Bedeutung der Wahrheit geschrieben hatte, entstand mit »Die Wildente«, ein Text, der den Wert der Lüge erforscht. Braucht man Lebenslügen, um überhaupt leben zu können? Sind Wahrheit und absolute Ehrlichkeit immer gut, oder können sie auch destruktiv sein? Und inwieweit darf man überhaupt in das Leben anderer Menschen eingreifen?

Die Wildente
Die Wildente, Foto: Gianmarco Bresadola, 2025

Samstag, 21. November

Sa, 21. Nov 2026, 18:00 – 19:10

Between the River and the Sea

@ Schaubühne Berlin

Between the River and the Sea
Between the River and the Sea, Foto: Holly Revell
Sa, 21. Nov 2026, 20:00 – 22:45

Die Wildente

@ Schaubühne Berlin

Gregers Werle nimmt nach vielen Jahren der Abwesenheit eine Einladung in das Haus seines Vaters an. Er ist dem alten Werle, einem reichen Industriellen, lange aus dem Weg gegangen, denn der Vater hatte die verstorbene Mutter betrogen und sie in die Alkoholsucht getrieben. Zu der Essensgesellschaft, bei der Vater Werle seine Beziehungen zu den wichtigsten Politikern der Stadt pflegt und seine Haushälterin als potenzielle neue Lebenspartnerin präsentiert, hat Gregers Hjalmar Ekdal, seinen besten Freund aus Kindertagen, auch eingeladen. Im Gespräch mit Hjalmar wird Gregers klar, dass sein Vater nicht nur Hjalmars Vater wegen eines Betrugs, an dem er selber beteiligt war, ins Gefängnis gebracht und die ehemals wohlhabende Familie in den Ruin getrieben, sondern auch seine ehemalige Geliebte Gina mit Hjalmar verkuppelt hat. Für Gregers steht fest, was zu tun ist. Er zieht bei Hjalmar und Gina, die mit ihrer Tochter Hedwig und Hjalmars Vater zusammenleben, ein, um die Lügen, auf denen ihre Existenz basiert, zu enthüllen. Die Wahrheit über die Vergangenheit und die Machenschaften seines Vaters zu erfahren, wird der gesamten Familie Ekdal dabei helfen, ein glücklicheres, ein ehrliches Leben zu führen, davon ist Gregers überzeugt. Zwei Jahre nachdem Ibsen mit »Ein Volksfeind« ein Stück über die Bedeutung der Wahrheit geschrieben hatte, entstand mit »Die Wildente«, ein Text, der den Wert der Lüge erforscht. Braucht man Lebenslügen, um überhaupt leben zu können? Sind Wahrheit und absolute Ehrlichkeit immer gut, oder können sie auch destruktiv sein? Und inwieweit darf man überhaupt in das Leben anderer Menschen eingreifen?

Die Wildente
Die Wildente, Foto: Gianmarco Bresadola, 2025

Sonntag, 22. November

So, 22. Nov 2026, 18:00 – 19:10

Between the River and the Sea

@ Schaubühne Berlin

Between the River and the Sea
Between the River and the Sea, Foto: Holly Revell
So, 22. Nov 2026, 20:00 – 22:45

Die Wildente

@ Schaubühne Berlin

Gregers Werle nimmt nach vielen Jahren der Abwesenheit eine Einladung in das Haus seines Vaters an. Er ist dem alten Werle, einem reichen Industriellen, lange aus dem Weg gegangen, denn der Vater hatte die verstorbene Mutter betrogen und sie in die Alkoholsucht getrieben. Zu der Essensgesellschaft, bei der Vater Werle seine Beziehungen zu den wichtigsten Politikern der Stadt pflegt und seine Haushälterin als potenzielle neue Lebenspartnerin präsentiert, hat Gregers Hjalmar Ekdal, seinen besten Freund aus Kindertagen, auch eingeladen. Im Gespräch mit Hjalmar wird Gregers klar, dass sein Vater nicht nur Hjalmars Vater wegen eines Betrugs, an dem er selber beteiligt war, ins Gefängnis gebracht und die ehemals wohlhabende Familie in den Ruin getrieben, sondern auch seine ehemalige Geliebte Gina mit Hjalmar verkuppelt hat. Für Gregers steht fest, was zu tun ist. Er zieht bei Hjalmar und Gina, die mit ihrer Tochter Hedwig und Hjalmars Vater zusammenleben, ein, um die Lügen, auf denen ihre Existenz basiert, zu enthüllen. Die Wahrheit über die Vergangenheit und die Machenschaften seines Vaters zu erfahren, wird der gesamten Familie Ekdal dabei helfen, ein glücklicheres, ein ehrliches Leben zu führen, davon ist Gregers überzeugt. Zwei Jahre nachdem Ibsen mit »Ein Volksfeind« ein Stück über die Bedeutung der Wahrheit geschrieben hatte, entstand mit »Die Wildente«, ein Text, der den Wert der Lüge erforscht. Braucht man Lebenslügen, um überhaupt leben zu können? Sind Wahrheit und absolute Ehrlichkeit immer gut, oder können sie auch destruktiv sein? Und inwieweit darf man überhaupt in das Leben anderer Menschen eingreifen?

Die Wildente
Die Wildente, Foto: Gianmarco Bresadola, 2025

Dienstag, 24. November

Di, 24. Nov 2026, 20:30 – 22:00

Die Seherin

@ Schaubühne Berlin

In »Die Seherin« spielt Ursina Lardi eine Kriegsfotografin: Auf der Suche nach Sujets des Grauens bereist sie die Krisengebiete dieser Welt. Es wirkt, als wäre sie dem Leid und dem Schrecken stets einen Schritt voraus und dabei selbst unverwundbar. Doch dann muss sie am eigenen Leib erfahren, was Gewalt bedeutet. Die gefeierte Kriegsfotografin wird zur verbitterten Kassandra, die gegen die Blindheit unserer Zeit ankämpft. Wir erfahren die Abgründe und Einsamkeit, den Zynismus und die Weisheit eines Menschen, der alles gesehen hat. Das neue Stück von Milo Rau basiert auf Lebensgeschichten von Kriegsfotograf_innen, irakischen Bürger_innen und eigenen Erlebnissen wie der Begegnung mit dem Lehrer Azad Hassan in Mossul: Während der Besetzung durch den Islamischen Staat wurde ihm als Strafe eine Hand abgetrennt. Inspiriert von Sophokles’ Figur Philoktet, die aufgrund einer Verletzung alles verliert und aus der Gesellschaft verbannt wird, geht Rau der Zerbrechlichkeit unserer Gewissheiten auf den Grund. Warum ist Gewalt so verführerisch? Was bleibt, wenn Krieg und Terror die uns bekannte Welt zerstören? Was geschieht mit uns, der Welt, der Kunst, wenn wir das Leid der Anderen betrachten und daran verdienen? Was heißt Zeug_innenschaft? Kann Kunst Leid lindern? Milo Rau, geboren 1977 in Bern, ist Intendant der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien. Als Regisseur und Autor veröffentlichte er an die 100 Theaterstücke, Filme, Bücher und Aktionen. Seine Theaterproduk- tionen waren u. a. zum Berliner Theatertreffen, Festival d’Avignon, Biennale di Venezia, Wiener Festwochen und Brüsseler Kunstenfestivaldesarts eingeladen. Von 2018 bis 2024 war er Künstlerischer Leiter des NTGent (Belgien). »Die Seherin« ist nach »Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs«, »LENIN« und »Everywoman« die vierte Produktion von Milo Rau an der Schaubühne.

Die Seherin
Die Seherin, Foto: Armin Smailovic, 2025

Mittwoch, 25. November

Mi, 25. Nov 2026, 18:00 – 19:30

Die Seherin

@ Schaubühne Berlin

In »Die Seherin« spielt Ursina Lardi eine Kriegsfotografin: Auf der Suche nach Sujets des Grauens bereist sie die Krisengebiete dieser Welt. Es wirkt, als wäre sie dem Leid und dem Schrecken stets einen Schritt voraus und dabei selbst unverwundbar. Doch dann muss sie am eigenen Leib erfahren, was Gewalt bedeutet. Die gefeierte Kriegsfotografin wird zur verbitterten Kassandra, die gegen die Blindheit unserer Zeit ankämpft. Wir erfahren die Abgründe und Einsamkeit, den Zynismus und die Weisheit eines Menschen, der alles gesehen hat. Das neue Stück von Milo Rau basiert auf Lebensgeschichten von Kriegsfotograf_innen, irakischen Bürger_innen und eigenen Erlebnissen wie der Begegnung mit dem Lehrer Azad Hassan in Mossul: Während der Besetzung durch den Islamischen Staat wurde ihm als Strafe eine Hand abgetrennt. Inspiriert von Sophokles’ Figur Philoktet, die aufgrund einer Verletzung alles verliert und aus der Gesellschaft verbannt wird, geht Rau der Zerbrechlichkeit unserer Gewissheiten auf den Grund. Warum ist Gewalt so verführerisch? Was bleibt, wenn Krieg und Terror die uns bekannte Welt zerstören? Was geschieht mit uns, der Welt, der Kunst, wenn wir das Leid der Anderen betrachten und daran verdienen? Was heißt Zeug_innenschaft? Kann Kunst Leid lindern? Milo Rau, geboren 1977 in Bern, ist Intendant der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien. Als Regisseur und Autor veröffentlichte er an die 100 Theaterstücke, Filme, Bücher und Aktionen. Seine Theaterproduk- tionen waren u. a. zum Berliner Theatertreffen, Festival d’Avignon, Biennale di Venezia, Wiener Festwochen und Brüsseler Kunstenfestivaldesarts eingeladen. Von 2018 bis 2024 war er Künstlerischer Leiter des NTGent (Belgien). »Die Seherin« ist nach »Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs«, »LENIN« und »Everywoman« die vierte Produktion von Milo Rau an der Schaubühne.

Die Seherin
Die Seherin, Foto: Armin Smailovic, 2025
Mi, 25. Nov 2026, 20:00 – 22:10

changes

@ Schaubühne Berlin

changes
change, Foto: © Arno Declair, 2024

Donnerstag, 26. November

Do, 26. Nov 2026, 18:00 – 20:10

changes

@ Schaubühne Berlin

changes
change, Foto: © Arno Declair, 2024
Do, 26. Nov 2026, 20:30 – 22:00

Die Seherin

@ Schaubühne Berlin

In »Die Seherin« spielt Ursina Lardi eine Kriegsfotografin: Auf der Suche nach Sujets des Grauens bereist sie die Krisengebiete dieser Welt. Es wirkt, als wäre sie dem Leid und dem Schrecken stets einen Schritt voraus und dabei selbst unverwundbar. Doch dann muss sie am eigenen Leib erfahren, was Gewalt bedeutet. Die gefeierte Kriegsfotografin wird zur verbitterten Kassandra, die gegen die Blindheit unserer Zeit ankämpft. Wir erfahren die Abgründe und Einsamkeit, den Zynismus und die Weisheit eines Menschen, der alles gesehen hat. Das neue Stück von Milo Rau basiert auf Lebensgeschichten von Kriegsfotograf_innen, irakischen Bürger_innen und eigenen Erlebnissen wie der Begegnung mit dem Lehrer Azad Hassan in Mossul: Während der Besetzung durch den Islamischen Staat wurde ihm als Strafe eine Hand abgetrennt. Inspiriert von Sophokles’ Figur Philoktet, die aufgrund einer Verletzung alles verliert und aus der Gesellschaft verbannt wird, geht Rau der Zerbrechlichkeit unserer Gewissheiten auf den Grund. Warum ist Gewalt so verführerisch? Was bleibt, wenn Krieg und Terror die uns bekannte Welt zerstören? Was geschieht mit uns, der Welt, der Kunst, wenn wir das Leid der Anderen betrachten und daran verdienen? Was heißt Zeug_innenschaft? Kann Kunst Leid lindern? Milo Rau, geboren 1977 in Bern, ist Intendant der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien. Als Regisseur und Autor veröffentlichte er an die 100 Theaterstücke, Filme, Bücher und Aktionen. Seine Theaterproduk- tionen waren u. a. zum Berliner Theatertreffen, Festival d’Avignon, Biennale di Venezia, Wiener Festwochen und Brüsseler Kunstenfestivaldesarts eingeladen. Von 2018 bis 2024 war er Künstlerischer Leiter des NTGent (Belgien). »Die Seherin« ist nach »Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs«, »LENIN« und »Everywoman« die vierte Produktion von Milo Rau an der Schaubühne.

Die Seherin
Die Seherin, Foto: Armin Smailovic, 2025

Freitag, 27. November

Fr, 27. Nov 2026, 20:00 – 22:10

changes

@ Schaubühne Berlin

changes
change, Foto: © Arno Declair, 2024

Samstag, 28. November

Sa, 28. Nov 2026, 20:00 – 22:10

changes

@ Schaubühne Berlin

changes
change, Foto: © Arno Declair, 2024

Sonntag, 29. November

So, 29. Nov 2026, 17:00 – 19:10

changes

@ Schaubühne Berlin

changes
change, Foto: © Arno Declair, 2024
So, 29. Nov 2026, 19:30 – 22:00

Bad Kingdom

@ Schaubühne Berlin

Was passiert mit einer Gesellschaft, wenn immer mehr Menschen das Vertrauen verlieren, dass die Zukunft besser werden kann? In »Bad Kingdom« treffen Menschen aufeinander, die versuchen, in einer zunehmend instabilen Welt die Kontrolle über ihr Leben zurückzugewinnen. Sie suchen nach Liebe, Sicherheit und Zugehörigkeit, während um sie herum politische Gewissheiten zerbrechen, gesellschaftliche Konflikte eskalieren und die Angst vor sozialem Abstieg, Krieg und einer autoritären Zukunft wächst. Wer profitiert von dieser Angst? Warum werden Wut und Ohnmacht zunehmend von der politischen Rechten mobilisiert? Und was geschieht mit unseren Beziehungen, wenn die Krisen der Außenwelt immer tiefer in unser privates Leben eindringen? Falk Richter verbindet in »Bad Kingdom« politische Analyse mit sehr persönlichen Geschichten über Einsamkeit, Begehren, Familie und die Sehnsucht nach Nähe. Eine Gruppe von Schauspieler_innen bewegt sich zwischen Filmset, Therapieraum und gesellschaftlichem Endzeitszenario. Immer wieder kippt die Realität: Rollen werden gewechselt, Geschichten neu erzählt, Gewissheiten lösen sich auf. »Bad Kingdom« entstand 2024. Zwei Jahre später, in einer politisch radikal veränderten Gegenwart, kehrt die Inszenierung nach längerer Pause auf die Bühne der Schaubühne zurück. Falk Richter wurde 1969 in Hamburg geboren und arbeitete viele Jahre lang als Autor und Regisseur an der Schaubühne. Seitdem inszenierte er an zahlreichen deutschsprachigen und internationalen Theatern und wurde 2018 für seine Inszenierung »Am Königsweg« zum Regisseur des Jahres (Theater heute) gewählt. »The Silence« war seine erste Arbeit in der Spielzeit 2023/24 an der Schaubühne und wurde zum Theatertreffen 2024 eingeladen.

Bad Kingdom
Bad Kingdom, Credit: © Gianmarco Bresadola, 2024
So, 29. Nov 2026, 20:00 – 21:45

The Silence

@ Schaubühne Berlin

Für sein autofiktionales Stück »The Silence« geht der Autor und Theaterregisseur Falk Richter zurück in die eigene Familiengeschichte. Sein Vater verstarb, ohne dass eine versöhnliche Aussprache mit dem Sohn stattfinden konnte. Im Dialog mit seiner Mutter nimmt er jahrzehntelang nicht ausgesprochene Wahrheiten, verdrängte Geheimnisse und unaufgearbeitete Traumata in den Blick, die ihn bis zum gegenwärtigen Tag nicht in Ruhe lassen. Wie haben sich die Gräuel, die sein Vater im Krieg erlebte in die Familiengeschichte und in die Ehe seiner Eltern eingeschrieben, wie das Trauma der Vertreibung und Flucht der Mutter aus Westpreußen? Was wurde in der Familie jahrelang verschwiegen? Wie wuchsen der Autor und seine Schwester in der westdeutschen Provinz der Nachkriegszeit auf, wie konstruierte sich die Familie? Wie wurde die schon im Teenager­alter sich abzeichnende schwule Identität des Autors von den Eltern unterdrückt und bekämpft? Wie wurde auf homophobe Anfeindungen reagiert, die er erlebte? Wie setzen sich Traumata, Schweigen und gewaltsame Unterdrückung in den eigenen Beziehungen des Autors fort? Die Auseinandersetzung von Mutter und Sohn wird zu einer Reise in die Abgründe der westdeutschen bürgerlichen Gesellschaft von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Wie verlässlich aber ist die eigene Erinnerung, wie glaubhaft die Lebenserzählung der Mutter? Und hätte alles nicht auch ganz anders sein können? Schon bald vermischt sich Autobiografisches mit Fiktivem, widersprechen Erinnerungen einander und tun sich Möglichkeiten anderer Realitäten auf. Im Spiel mit Autobiografie und Fiktion, in den Widersprüchlichkeiten der eigenen Geschichte keimt aber auch Hoffnung: Welche anderen Modelle von Männlichkeit, und damit andere Arten von Vater - und Elternschaft, sind möglich? Welche Formen von Beziehungen gibt es jenseits von patriarchaler Unterdrückung und Gewalt? Wie könnte ein ganz anderes Leben aussehen? Falk Richter wurde 1969 in Hamburg geboren und arbeitete viele Jahre lang als Autor und Theatermacher an der Schaubühne. Seitdem inszenierte er an zahlreichen deutschsprachigen und internationalen Theatern und wurde 2018 für seine Inszenierung »Am Königsweg« zum Regisseur des Jahres (Theater heute) gewählt. Seit der Spielzeit 2023/24 arbeitet er wieder regelmäßig an der Schaubühne. 2024 wird Richter von der französischen Regierung in den Rang des »Officiers des Arts et des Lettres« erhoben und mit »The Silence« erneut zu den Mülheimer Theatertagen und dem Theatertreffen eingeladen sowie mit dem Friedrich-Luft-Preis 2024 für die beste Berliner oder Potsdamer Theateraufführung ausgezeichnet. Der Schauspieler Dimitrij Schaad erhält mehrere Auszeichnungen für seine Rolle als »Falk Richter« in Richters autofiktionaler Inszenierung »The Silence«, u.a. als »Schauspieler des Jahres 2024« (Theater heute) und mit dem »Gordana-Kosanović-SchauspielerInnenpreis« im Rahmen der Mülheimer Theatertage 2024.

The Silence
The Silence, Foto: © Gianmarco Bresadola, 2023

Montag, 30. November

Mo, 30. Nov 2026, 19:30 – 22:00

Bad Kingdom

@ Schaubühne Berlin

Was passiert mit einer Gesellschaft, wenn immer mehr Menschen das Vertrauen verlieren, dass die Zukunft besser werden kann? In »Bad Kingdom« treffen Menschen aufeinander, die versuchen, in einer zunehmend instabilen Welt die Kontrolle über ihr Leben zurückzugewinnen. Sie suchen nach Liebe, Sicherheit und Zugehörigkeit, während um sie herum politische Gewissheiten zerbrechen, gesellschaftliche Konflikte eskalieren und die Angst vor sozialem Abstieg, Krieg und einer autoritären Zukunft wächst. Wer profitiert von dieser Angst? Warum werden Wut und Ohnmacht zunehmend von der politischen Rechten mobilisiert? Und was geschieht mit unseren Beziehungen, wenn die Krisen der Außenwelt immer tiefer in unser privates Leben eindringen? Falk Richter verbindet in »Bad Kingdom« politische Analyse mit sehr persönlichen Geschichten über Einsamkeit, Begehren, Familie und die Sehnsucht nach Nähe. Eine Gruppe von Schauspieler_innen bewegt sich zwischen Filmset, Therapieraum und gesellschaftlichem Endzeitszenario. Immer wieder kippt die Realität: Rollen werden gewechselt, Geschichten neu erzählt, Gewissheiten lösen sich auf. »Bad Kingdom« entstand 2024. Zwei Jahre später, in einer politisch radikal veränderten Gegenwart, kehrt die Inszenierung nach längerer Pause auf die Bühne der Schaubühne zurück. Falk Richter wurde 1969 in Hamburg geboren und arbeitete viele Jahre lang als Autor und Regisseur an der Schaubühne. Seitdem inszenierte er an zahlreichen deutschsprachigen und internationalen Theatern und wurde 2018 für seine Inszenierung »Am Königsweg« zum Regisseur des Jahres (Theater heute) gewählt. »The Silence« war seine erste Arbeit in der Spielzeit 2023/24 an der Schaubühne und wurde zum Theatertreffen 2024 eingeladen.

Bad Kingdom
Bad Kingdom, Credit: © Gianmarco Bresadola, 2024
Mo, 30. Nov 2026, 20:00 – 21:45

The Silence

@ Schaubühne Berlin

Für sein autofiktionales Stück »The Silence« geht der Autor und Theaterregisseur Falk Richter zurück in die eigene Familiengeschichte. Sein Vater verstarb, ohne dass eine versöhnliche Aussprache mit dem Sohn stattfinden konnte. Im Dialog mit seiner Mutter nimmt er jahrzehntelang nicht ausgesprochene Wahrheiten, verdrängte Geheimnisse und unaufgearbeitete Traumata in den Blick, die ihn bis zum gegenwärtigen Tag nicht in Ruhe lassen. Wie haben sich die Gräuel, die sein Vater im Krieg erlebte in die Familiengeschichte und in die Ehe seiner Eltern eingeschrieben, wie das Trauma der Vertreibung und Flucht der Mutter aus Westpreußen? Was wurde in der Familie jahrelang verschwiegen? Wie wuchsen der Autor und seine Schwester in der westdeutschen Provinz der Nachkriegszeit auf, wie konstruierte sich die Familie? Wie wurde die schon im Teenager­alter sich abzeichnende schwule Identität des Autors von den Eltern unterdrückt und bekämpft? Wie wurde auf homophobe Anfeindungen reagiert, die er erlebte? Wie setzen sich Traumata, Schweigen und gewaltsame Unterdrückung in den eigenen Beziehungen des Autors fort? Die Auseinandersetzung von Mutter und Sohn wird zu einer Reise in die Abgründe der westdeutschen bürgerlichen Gesellschaft von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Wie verlässlich aber ist die eigene Erinnerung, wie glaubhaft die Lebenserzählung der Mutter? Und hätte alles nicht auch ganz anders sein können? Schon bald vermischt sich Autobiografisches mit Fiktivem, widersprechen Erinnerungen einander und tun sich Möglichkeiten anderer Realitäten auf. Im Spiel mit Autobiografie und Fiktion, in den Widersprüchlichkeiten der eigenen Geschichte keimt aber auch Hoffnung: Welche anderen Modelle von Männlichkeit, und damit andere Arten von Vater - und Elternschaft, sind möglich? Welche Formen von Beziehungen gibt es jenseits von patriarchaler Unterdrückung und Gewalt? Wie könnte ein ganz anderes Leben aussehen? Falk Richter wurde 1969 in Hamburg geboren und arbeitete viele Jahre lang als Autor und Theatermacher an der Schaubühne. Seitdem inszenierte er an zahlreichen deutschsprachigen und internationalen Theatern und wurde 2018 für seine Inszenierung »Am Königsweg« zum Regisseur des Jahres (Theater heute) gewählt. Seit der Spielzeit 2023/24 arbeitet er wieder regelmäßig an der Schaubühne. 2024 wird Richter von der französischen Regierung in den Rang des »Officiers des Arts et des Lettres« erhoben und mit »The Silence« erneut zu den Mülheimer Theatertagen und dem Theatertreffen eingeladen sowie mit dem Friedrich-Luft-Preis 2024 für die beste Berliner oder Potsdamer Theateraufführung ausgezeichnet. Der Schauspieler Dimitrij Schaad erhält mehrere Auszeichnungen für seine Rolle als »Falk Richter« in Richters autofiktionaler Inszenierung »The Silence«, u.a. als »Schauspieler des Jahres 2024« (Theater heute) und mit dem »Gordana-Kosanović-SchauspielerInnenpreis« im Rahmen der Mülheimer Theatertage 2024.

The Silence
The Silence, Foto: © Gianmarco Bresadola, 2023

Dienstag, 1. Dezember

Di, 1. Dez 2026, 19:30 – 22:00

Bad Kingdom

@ Schaubühne Berlin

Was passiert mit einer Gesellschaft, wenn immer mehr Menschen das Vertrauen verlieren, dass die Zukunft besser werden kann? In »Bad Kingdom« treffen Menschen aufeinander, die versuchen, in einer zunehmend instabilen Welt die Kontrolle über ihr Leben zurückzugewinnen. Sie suchen nach Liebe, Sicherheit und Zugehörigkeit, während um sie herum politische Gewissheiten zerbrechen, gesellschaftliche Konflikte eskalieren und die Angst vor sozialem Abstieg, Krieg und einer autoritären Zukunft wächst. Wer profitiert von dieser Angst? Warum werden Wut und Ohnmacht zunehmend von der politischen Rechten mobilisiert? Und was geschieht mit unseren Beziehungen, wenn die Krisen der Außenwelt immer tiefer in unser privates Leben eindringen? Falk Richter verbindet in »Bad Kingdom« politische Analyse mit sehr persönlichen Geschichten über Einsamkeit, Begehren, Familie und die Sehnsucht nach Nähe. Eine Gruppe von Schauspieler_innen bewegt sich zwischen Filmset, Therapieraum und gesellschaftlichem Endzeitszenario. Immer wieder kippt die Realität: Rollen werden gewechselt, Geschichten neu erzählt, Gewissheiten lösen sich auf. »Bad Kingdom« entstand 2024. Zwei Jahre später, in einer politisch radikal veränderten Gegenwart, kehrt die Inszenierung nach längerer Pause auf die Bühne der Schaubühne zurück. Falk Richter wurde 1969 in Hamburg geboren und arbeitete viele Jahre lang als Autor und Regisseur an der Schaubühne. Seitdem inszenierte er an zahlreichen deutschsprachigen und internationalen Theatern und wurde 2018 für seine Inszenierung »Am Königsweg« zum Regisseur des Jahres (Theater heute) gewählt. »The Silence« war seine erste Arbeit in der Spielzeit 2023/24 an der Schaubühne und wurde zum Theatertreffen 2024 eingeladen.

Bad Kingdom
Bad Kingdom, Credit: © Gianmarco Bresadola, 2024