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Freitag, 4. Dezember

Fr, 4. Dez 2026, 18:00

Panikherz

@ Berliner Ensemble › Großes Haus

Nach seinem Debüt "Soloalbum" hat Benjamin von Stuckrad-Barre sie doch noch geschrieben: die Autobiographie, mit der keiner gerechnet hat. Ein Greatest-Hits Album, ein Best-Of: kein Soloalbum – sondern der Soundtrack eines selbstzerstörerischen Lebens. Im legendären Hotel Chateau Marmont am Sunset Boulevard schaut Stuckrad-Barre sich selbst beim Schreiben zu – und erzählt von zwanzig Jahren Nachtleben, Drogen, Ruhm und Realitätsverlust, vom Aufstehen und Hinfallen. Keine Recherche, sondern pures Leben. "Aufstieg und Fall in einem Rutsch. Nur aufschreiben würde ich es halt noch müssen, irgendwann, aber natürlich erstmal bis zum letzten Kapitel durcherleben – ohne retardierenden zweiten Akt (where the slow stuff happens) direkt in die Katastrophe." Es ist schwer zu sagen, wann genau die Party vorbei ist, aber manchmal ist es sogar noch schwerer, den Weg nach Hause zu finden. Benjamin von Stuckrad-Barres Autobiografie Panikherz ist eine im Kern durchaus christliche Erlösungsgeschichte im Gewand eines Popromans. Was gemeinhin als Pop-Literatur bezeichnet wird, ist in erster Linie eine radikal subjektivistische, eine Ich-Literatur. "Nicht persönlich nehmen, wurde mir allseits geraten; allein, wie eigentlich sonst?" Es gibt keinerlei erzählerische Kommentierung, moralisierende Außenperspektive und somit werden traditionelle Vorstellungen von Identitätsfindung, Autonomie und Sinnsuche in Frage gestellt. Und hier fängt das Problem an: Stuckrad-Barre scheitert an dieser entscheidenden Stelle seines Lebensromans. Er bekommt es nicht hin, sein Selbstbild mit der Wirklichkeit kongruent zu machen. Er verfällt der Sünde unserer Zeit: Narzissmus. Also ist es nur konsequent, dass auf der Bühne nicht ein Benjamin von Stuckrad-Barre auftritt, sondern gleich vier. Ein Spiel mit unterschiedlichen Formen von Erinnerung und Selbstbeschreibungen beginnt und stellt die Linearität von Biografie in Frage. Nach und nach wird das Konzept Biografie als Illusion entlarvt. Oliver Reese und das Ensemble haben aus dem gut 500-Seiten-Roman eine Fassung von knapp 40-Seiten destilliert, getragen und weitererzählt von den Songs, die Stuckrad-Barre sein Leben lang begleiteten – vom Prediger des Rock’n’Roll Udo Lindenberg. Stuckrad-Barre entwickelt eine Essstörung, diese bekämpft er mit Kokain – appetithemmend – und hat schlussendlich auch noch ein Alkoholproblem. In seinen Worten: "Hauptsache, viel." Mischkonsum. Polytox. Aber woher kommt dieser Wunsch nach Entgrenzung, nach Totalität? Trägt das menschliche Leben in sich den Wunsch, sich zu überwinden, die Grenzen zu sprengen? Oder anders: Weshalb eigentlich maßvoll? Und nach wessen Maß? Das Thema des Ich-Verlusts, die Sehnsucht nach Applaus und die anschließende Ich-Findung sind zentral in diesem Soundtrack eines selbstzerstörerischen Lebens. Stuckrad-Barre wird zum Reporter seines eigenen Verfalls und der immer wieder zu scheitern scheinenden Erlösung … "Ich bin ein totaler Suchtmensch, das sagt sich so leicht. Klingt ja auch toll, so nach Leben-am-Rand, waghalsig, lebensfroh. Aber das ist natürlich ein Missverständnis. Das sagen die Leute, die an einer Bar eine Wasabi-Nuss-Etagere von sich schieben: Oh, nee, Suchtgefahr. Und nächtliches Schokolade essen nennen sie sündigen. Das ist natürlich total rührend, also lassen wir sie weiterreden: Ich hatte immer Angst, dass es mir zu gut gefällt. Jaja, genau." von Valerie Göhring

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Fr, 4. Dez 2026, 20:30

Benjamin von Stuckrad-Barre: Udo Fröhliche

@ Berliner Ensemble › Großes Haus

Die Nahbetrachtung des Ausnahmekünstlers Lindenberg durch seinen ausgewiesenen Superfan und langjährigen Freund Stuckrad-Barre: In 59 biografischen Kurzgeschichten entsteht ein lebhaftes Bild dieses im besten Sinne Volkssängers, der die Bundesrepublik, ihre Gesellschaft, Sprache und Denkweise verändert hat. Im Anschluss an die Aufführung von "Panikherz" performt Stuckrad-Barre seinen neuen Text – gesungen, gelesen und gespielt. "Vieles wusste ich selbst gar nicht mehr sooooo genau. Scheint ja ‘n interessanter Vogel zu sein, dieser Udo Gerhard." (Udo Lindenberg) Zu Udo Lindenbergs 80. Geburtstag im Mai 2026 erschien Benjamin von Stuckrad-Barres Buch "Udo Fröhliche". Die Nahbetrachtung des Ausnahmekünstlers Lindenberg durch seinen ausgewiesenen Superfan und langjährigen guten Freund Stuckrad-Barre wurde zum literarischen Ereignis und Bestseller. Das von Publikum und Kritik gleichermaßen gefeierte Buch stieg auf Platz 2 ein in die SPIEGEL-Bestsellerliste, in der es sich viele Wochen hielt. In den 59 biografischen Kurzgeschichten von "Udo Fröhliche" entsteht ein lebhaftes Bild dieses im besten Sinne Volkssängers, der die Bundesrepublik, ihre Gesellschaft, die Sprache und dadurch auch die Denkweise verändert hat. Zugleich erzählt dieses Buch anhand von Lindenberg hellsichtig und originell über das Fan-Sein, über 80 Jahre Bundesrepublik, über die Kunst und das Leben als Künstler – von Alkohol über Cello und Fernweh, Rollschuhe, Sprache, Hotel und Hut bis zur Zigarre. Ab Herbst begibt sich Stuckrad-Barre mit "Udo Fröhliche" auf eine große Tournee. Und wer je eine Stuckrad-Barre-Lesung besucht hat, weiß natürlich, dass an diesen Abenden ein Buch nicht bloß vorgelesen, sondern zelebriert wird. Stuckrad-Barre interpretiert seinen Text, er spielt, improvisiert, singt – und manchmal liest er auch. Spätestens seit seinem autobiografischen Roman "Panikherz" (2016 erschienen) kennt und liebt natürlich das Publikum von Stuckiman (Lindenbergs Spitzname für Stuckrad-Barre, der diesen sogar als Künstlernamen in seinem Personalausweis hat beglaubigen lassen) dessen immer liebevolle und niemals parodistische Art, Lindenberg-Zitate sozusagen als Udo vorzutragen, und so wird Udo an jedem Abend dieser Lesereise stimmlich mit im Raum sein: sanft und weise, immer ein bisschen anders, sonst wäre es ja nicht Udo. Stuckiman hat ihn immer dabei, trägt ihn in sich, denn, so Stuckrad-Barre: "Seit meiner Kindheit bereite ich mich auf diese Abende vor."

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Sonntag, 6. Dezember

So, 6. Dez 2026, 18:00

Brechts Gespenster

@ Berliner Ensemble › Großes Haus

Suse Wächter ist die Erfinderin einer Welt, die von Wiedergänger:innen des 20. Jahrhunderts bevölkert ist. In ihrer epochalen Aufführung Helden des 20. Jahrhunderts traten die unsterblichen Stars, Dämonen der Geschichte und unvergessenen Held:innen unserer Träume auf. Ihre mehr als hundert Puppen-Figuren sind täuschend echte Kopien der Untoten, die noch immer in unseren Köpfen herumgeistern. In ihrer Inszenierung wird der "Hausgott" des Berliner Ensembles, Bertolt Brecht, von den zahllosen Gespenstern heimgesucht, die er in seinem langen Exil und bei seiner Wiederkehr an das Theater am Schiffbauerdamm getroffen hat. Suse Wächter schafft zusammen mit zwei Musikern und einem Puppenspieler eine abendliche Séance, in der die kleinen Wesen mit der großen Aura ihr Spiel spielen. Gibt es Gespenster, auch wenn man nicht an sie glaubt? Wer diese Frage mit ja beantwortet, gesteht Gespenstern eine eigene Realität zu. Die Ungläubigen, die mit nein antworten, gehören zur Mehrheit in einer säkularen Gesellschaft. Für sie verleiht erst der Glaube dem Übersinnlichen eine Existenz. Heute sind die Gespenster menschengemacht. Einst ging in Europa das Gespenst des Kommunismus um. Seit einigen Jahren wird häufig ein Gespenst des Populismus beklagt. Von Heiner Müller gibt es ein Theaterstück mit dem Titel "Germania 3 Gespenster am toten Mann" (1996) und es gibt seine berühmte Behauptung, Theater sei Dialog mit Toten. Damit hat er eine offensichtliche Wahrheit ausgesprochen. Die Theaterbühne wird seit der Antike und Shakespeares Zeiten von Wiedergängern, Geistern und Dämonen belebt. Die berühmtesten Theatergespenster sind bekannt. Hamlets Geistererscheinung bringt die Tragödie ins Rollen und Fausts Geisterbeschwörung steht am Beginn seines Teufelspaktes. Seit es Theater gibt, spielen Gespenster eine Hauptrolle. Und seit es Menschen gibt, gibt es den Gespensterglauben. Doch wäre es eine Vereinfachung, diesen Glauben auf den lustgruseligen Spuk in einem englischen Schloss zu begrenzen. Die Gespenster hausen im Kopf eines jeden Menschen, wenn er Vorahnungen hat, von Süchten getrieben wird oder einem Fetisch folgt. Jeder weiß um die Gespenster, die als unsichtbare Kräfte in unseren Gedanken und Handlungen wirken. Und wohl die allermeisten haben schon einmal ein Gespenst erlebt, das ihnen erschienen ist. Es ist also naheliegend, dass das allgegenwärtige Gespenstische auch zur Metapher für die vielen Phänomene taugt, in denen eine Stimme zu sprechen scheint, die nicht von dieser Welt ist. Marx hat in einem berühmten Beispiel versucht, das Geheimnis der Ware mit theologischen Wendungen zu begreifen. Aus einem Stück Holz wird ein Tisch. Aus einem Tisch wird eine Ware. Und die Ware wird zu einem Fetisch gemacht, um ihren Wert zu steigern. Diese dreifache Verwandlung ist nicht allein mit den handwerklichen Künsten des Schreiners und des Händlers zu erklären. Der Tisch tritt in seiner Gestalt als Warenwert in einer doppelten Rolle auf, die vieles vom brechtschen Theater vorwegnimmt. Denn der Tisch ist nicht mehr nur ein Gegenstand für den Gebrauch, sondern er ist auch eine Erscheinung, die sich gut in Szene setzt. Der Tisch ist nicht nur ein stummer Diener, sondern auch ein Wesen, das sich verwandeln kann. Der Tisch als Ware ist ein Schauspieler, der seine Rolle als ein Objekt der Begierde so gut spielt, dass ihm dafür ein hoher Preis bezahlt wird. Ein totes Stück Holz ist also zu allerlei Verwandlungen in der Lage, wenn es die Bühne des Marktes betritt. Seit Marx diese Verwandlungen beschrieben hat, muss jeder, der die Geheimnisse der Ware und ihres Wertes ergründen will, in die Abgründe des Gespensterglaubens hinabsteigen. Bertolt Brechts Theater wollte ein Theater für das wissenschaftliche Zeitalter sein. Um die Gespenster, die im Kapitalismus wirken, zeigen zu können, musste er die verstaubten Geister des psychologischen Schauspiels und der alten Heldengeschichten vertreiben. Licht und Klarheit sollten auf der Bühne des epischen Theaters herrschen, damit die neuen Gespenster sichtbar werden. Nach seiner Rückkehr aus der Emigration gründete er das Berliner Ensemble, mit dem er schließlich 1954 sein eigenes Theater bespielen konnte. Das Theater am Schiffbauerdamm wirkt auf den ersten Blick wie das am wenigsten geeignete Gebäude für ein Theater des wissenschaftlichen Zeitalters: ein Zuschauerraum voller Gipsfiguren, rotem Samt und vergoldeter Stuckatur. Doch gerade in dieser Zauberhöhle hatte er mit der Uraufführung der "Dreigroschenoper" 1928 seinen größten Erfolg gefeiert. Und an diesen Ort, der in seiner Architektur das Gegenteil der brechtschen Kargheit und Nüchternheit ausstrahlt, wollte er zurückkehren. Brecht lässt den falschen Schein, der die Bürger des 19. Jahrhunderts entzückt hatte, unangetastet und zieht nur seine berühmte halbhohe Gardine einmal quer über die Bühne. So schafft er eine Grenze zwischen dem Zauberreich des alten Theaters und seinem Forschungslabor der neuen Zeit. Am Berliner Ensemble konnte er die Figuren der Vergangenheit und die aus einer fabelhaft erfundenen Gegenwart auftreten lassen. Und sie traten so auf, dass sie die verborgenen Mechanismen ihres Lebens offenlegen wollten. Die Gespenster des Lebens sind der Stoff aus dem das epische Theater wie das Theater aller Zeiten gewebt ist. Brechts Dialog mit den Gespenstern war ihm aber ebenso vertrackt wie es einst Werner Heisenberg in seiner Entschuldigung für das Hufeisen über seiner Tür formulierte. Auf die Frage, ob er denn abergläubisch sei, gab er die berühmte Antwort: "Natürlich nicht. Aber ich habe gehört, dass es auch hilft, wenn man nicht daran glaubt." Treffender kann man den Gespensterglauben in einer säkularen Zeit wohl nicht beschreiben. Man glaubt nicht an sie, aber man will es sich mit ihnen auch nicht verscherzen. Eine Meisterleistung in dialektischem Unglauben. Wer so souverän und zugleich demütig seinen Unglauben praktiziert, findet vielleicht den luziden Umgang, den Brecht mit den Gespenstern seiner Vergangenheit gefunden hat. Für die Nachgeborenen ist Brechts Theater Mahnung und Anregung zugleich. Dass er selbst zum Gespenst des Theaters am Schiffbauerdamm geworden ist, kann darum auch eher als Segen begriffen werden. Denn vielleicht wirkt er hier noch immer, auch wenn nicht mehr viele an ihn glauben. von Bernd Stegemann

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Donnerstag, 31. Dezember

Do, 31. Dez 2026, 19:30

Biedermann und die Brandstifter

@ Berliner Ensemble › Großes Haus

Die Empörung von Biedermann über die Brandstifter, die seit einiger Zeit überall Feuer legen, ist groß – zumindest am Stammtisch in der Kneipe und auf Social Media. Kaum stehen sie jedoch vor seiner Haustür, werden sie höflich hereingebeten, obwohl sie keinen Hehl daraus machen, was sie vorhaben. Man hat ja Manieren. Ein Unmensch ist man auch nicht, schließlich sind es nur zwei harmlose Hausierer. Und falls nicht, macht man sie sich besser nicht zum Feind. Das möchte man sich dann doch nicht leisten, obwohl man sich sonst (fast) alles leisten kann. Geschrieben als politische Parabel zielt das Stück auf eine Geisteshaltung, die dem Zerstörerischen zum Erfolg verhilft. Wie kommt’s? Aus welchen Gründen, wozu und von wem werden Impulse von Einsicht einfach weggeschoben? Regisseurin Fritzi Wartenberg, Jahrgang 1997, gesteht unumwunden, wie ertappt sie sich von Frischs Text fühlt, den er 1948 zuerst als burleske Prosaskizze notierte und später zum Theaterstück umarbeitete. Wartenberg ist Mitbegründerin des FTZN-Kollektivs und erhielt im Rahmen des Nachwuchsförderprogramms WORX am Berliner Ensemble den Helene Weigel Theaterpreis. Bitte beachten Sie: In dieser Inszenierung kommen Stroboskop-Effekte zum Einsatz. An allen Ecken und Enden brennt es in der Welt, in der Max Frisch seine ins Groteske überhöhte Parabel spielen lässt. Sie handelt von dem Ehepaar Biedermann, das sich mit zwei Brandstiftern gemein macht – obwohl oder gerade weil diese von Anfang an kein Geheimnis aus ihrem Vorhaben machen? Das Zürcher Publikum der Uraufführung 1958 sah in Biedermann das treuherzige Opfer einer kommunistischen Machtübernahme. Entsetzt über diese einseitige Missdeutung, schrieb Frisch ein Nachspiel, in dem er Biedermanns Schauspiel, seine Doppelmoral sowie Täterschaft deutlicher vorführte und auf das Mitläufertum im Nationalsozialismus bezog. Das war ihm später jedoch zu konkret und weil es den deutungsoffenen, beispielhaften Charakter seiner Parabel aushebelte, strich er es wieder. Die Brandstifter, so Frisch, seien Biedermanns eigene Dämonen, letztlich nur dazu da, die Widersprüche von Biedermanns Lebens- und Wirtschaftsweise derart hervorzutreiben, bis er an ihnen zu Grunde geht. Und mit ihm alles und alle um ihn herum. Wobei – vielleicht nicht ganz. Bliebe noch die Frage zu klären, wer sich rettet und ob es danach anders oder genauso weiter geht. Frischs Geschichte ist eine Parabel über Wandel, beziehungsweise über eine bestimmte Art und Weise mit Krisen umzugehen. Biedermann ist nicht naiv und weiß eigentlich genau, was an den Krisen hausgemacht ist. Es gibt auch keinen Grund, ihm nicht zu glauben, dass er gern ein guter Mensch wäre, wenn es ihm die Umstände nur erlauben würden. Doch sein Verhalten, sein Verharren beispielsweise in moralischen Plädoyers bei wachsender Deklassierung seines Angestellten mit dem sprechenden Namen Knechtling, führt letztlich nicht dazu, dass alles so bleibt, wie es im Übrigen nie war – vermeintlich gut –, sondern zu regressivem Wandel. Als "Lehrstück ohne Lehre" bezeichnete Frisch sein Drama, und in der Tat lernt Biedermann scheinbar nichts dazu. Was zur Frage zurückführt, ob er es nicht kann, nicht will oder nur so tut, um von seinen inneren Brandstiftern abzulenken, deren Handeln er für die einzig richtige Antwort auf die Krisen hält – auch wenn oder gerade weil sie möglicherweise systemsprengend sind. Von Sibylle Baschung

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