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Mittwoch, 2. Dezember

Mi, 2. Dez 2026, 20:00

NANA BENZ DU TOGO: DIE MÜTTER MIT DEM BENZ // GROOVE & SOUL AUS TOGO

Das Quintett aus Lomé, Togo erzählt mit Voodoo-Rhythmen, kraftvollen Gesängen & upcycling Instrumenten vom Leben togolesischer Frauen: inspiriert von "Nana Benz", den legendären Stoffhändlerinnen der 50er-Jahre

@ Treibhaus Innsbruck

Eine Gruppe togolesischer Frauen erlangte ab den 1980er Jahren unter dem Namen «Nana-Benz» («Die Mütter mit dem Benz») grosse Bekanntheit. Als Händlerinnen von bedruckten Textilien waren sie so erfolgreich, dass sie ihr Land zu einem Zentrum des Textilhandels in Westafrika machten. Mit dem Kauf von Luxusfahrzeugen, vor allem der Marke Mercedes-Benz, symbolisierten sie den wirtschaftlichen, sozialen und politischen Status, den sie durch diesen Erfolg erlangt hatten. Sie gelten als die ersten Millionärinnen auf dem afrikanischen Kontinent. Bis heute werden die Fahrzeuge von Müttern an ihre Töchter weitervererbt. Die Band spielt Musik, die wie geschaffen für die Tanzfläche ist und Voodoo-Tradition mit Soul verbindet. Sie sind zu fünft, wie die Finger einer Hand. Eine Hand, die bereit ist, eine Faust zu ballen und kraftvoll zuzuschlagen – oder die Erde sanft mit Groove und Anmut zu streicheln. Nana Benz du Togo erzeugt einen organischen Sound, der von Subbässen durchdrungen ist und mit komplexen Polyrhythmen unterlegt wird. So schafft sie eine hypnotische Grundlage für die Stimmen dreier mitreissendee Electro-Soul-Predigerinnen. Die feministischen und ökologischen Themen, gesungen im Einklang mit den Skalen der togolesischen Voodoo-Tradition, stehen nach wie vor im Mittelpunkt der Botschaft der Band. Ausgestattet mit nichts weiter als ihren Stimmen und einem Vintage-Korg-Keyboard zaubert dieses kraftvolle Ensemble einen Sound, der zugleich roh und transzendent ist. Ihre Live-Auftritte sind geradezu spirituell – eine Mischung aus der Energie der Vorfahren und modernem Feuer, die bereits Tausende auf europäischen Bühnen in Trance versetzt hat. Lady Apoc: Gesang Lyne: Gesang Parus Kekeli: Gesang, Synthesizer David Kasanku: Bass ​Toto Tchilachi: Schlagzeug, Gesang Nana Benz du Togo ist ein Musikprojekt aus Lomé, Togo, das feministische Botschaften mit „Digital Voodoo“ verbindet. Inspiriert von den legendären Stoffhändlerinnen der 1950er-Jahre (den „Nana Benz“), mischen sie Voodoo-Rhythmen mit elektronischen Klängen, DIY-Instrumenten und kraftvollem Gesang. Ihr Sound, geprägt von den Sängerinnen Lady Apoc, Izea Ledu und Parus Kekeli, feiert das Erbe der togoischen Unternehmerinnen. Die sogenannten “Nana Benz” - Textilhändlerinnen verdanken ihren Namen der Tatsache, dass sie als erste Geschäftsfrauen in der Region genug Wohlstand erlangten, um sich Mercedes-Benz-Luxuswagen leisten zu können. „Nana“ bedeutet auf Ewe „Mutter“ oder „Großmutter“. Sie waren für ihren außergewöhnliche wirtschaftliche Stärke und ihren Einfluss bekannt. Das Musikprojekt: Nana Benz du Togo. Ihr Sound ist ein einzigartiger „Digital Voodoo“, der traditionelle Gesänge mit urbanen Beats und elektronischen Klängen mit einer unverkennbaren Punk-Attitüde verschmelzen lässt. Dabei setzen sie konsequent auf Innovation durch Upcycling: Ihre markanten Instrumente – von PVC-Rohr-Bässen bis hin zu handgefertigten Trommeln – entstehen aus recycelten Materialien. In ihren Texten, die überwiegend in der Sprache Mina verfasst sind, widmet sich die Gruppe kraftvollen Themen wie dem Empowerment afrikanischer Frauen, Ökologie und Spiritualität. Mit ihrem Debütalbum Ago (2023) und bejubelten Auftritten, etwa bei den Transmusicales de Rennes, hat sich das Quintett fest in der internationalen Musikszene etabliert

NANA BENZ DU TOGO: DIE MÜTTER MIT DEM BENZ // GROOVE & SOUL AUS TOGO

Donnerstag, 3. Dezember

Do, 3. Dez 2026, 20:00

THE NAGHASH ENSEMBLE OF ARMENIA

„In dieser berührenden Sammlung von Gedichten, Klagen und Beschwörungen begegnen sich Osten und Westen, Mittelalter und Moderne. Tief ergreifend und zugleich zugänglich.“ NPR

@ Treibhaus Innsbruck

Das Naghash Ensemble vereint die Spiritualität altarmenischer Musik mit neuer Klassik, Postminimalismus und der Energie von Rock und Jazz. Drei brillante Sängerinnen und virtuose Instrumentalisten an Duduk, Oud, Dhol und Flügel spielen neue Musik, die auf den Texten des mittelalterlichen Dichters und Priesters Mkrtich Naghash basiert. Die „Songs of Exile“, die der amerikanische Armenier John Hodian für das Naghash Ensemble komponiert hat, bilden eine ergreifende Meditation über die Beziehung des Menschen zu Gott – aus der Perspektive eines Priesters, der gezwungen war, lange Jahre im Exil zu verbringen. Hasmik Baghdasaryan • Sopranistin Tatevik Movsesyan • Sopranistin Shahane Zalyan • Altistin Andranik Gasparyan • Duduk Aram Nikoghosyan • Oud Tigran Hovhannisyan • Dhol, Dumbek, Daf John Hodian • Flügel/Komponist „In dieser berührenden Sammlung von Gedichten, Klagen und Beschwörungen begegnen sich Osten und Westen, Mittelalter und Moderne. Tief ergreifend und zugleich zugänglich.“ NPR „Komponist John Hodian erweckt die Gedichte des armenischen Priesters und Dichters Mkrtich Naghash aus dem 15. Jahrhundert zu neuem Leben.“ Armenisch-Deutsche Korrespondenz „Die Idee für das Naghash Ensemble entstand, als ich Hasmik Bagdasaryan in einem alten heidnischen Tempel außerhalb von Jerewan, Armenien, singen hörte. Sie sang mittelalterliche geistliche armenische Musik, und ihre Stimme war atemberaubend. Hinzu kam die einzigartige Akustik des Tempels. Diese Klänge beschäftigten mich noch Tage danach, und so beschloss ich, etwas zu komponieren, das diesen Klang auf eine völlig neue Art und Weise nutzen würde. Ich hatte eine klare Vorstellung von der Art von Musik, die ich für Hasmiks Stimme kreieren wollte, aber es dauerte Jahre, den richtigen Text zu finden. Monatelang suchte ich in Bibliotheken in Eriwan, New York und Berlin. Als ich schließlich auf ein kleines Fragment des mittelalterlichen armenischen Dichters Mkrtich Naghash stieß, sprangen die Worte von der Seite direkt in meine Seele. Ich wusste, dass ich meinen Text gefunden hatte. Da ich zu dieser Zeit in Jerewan war, konnte ich die restlichen 14 Gedichte ausfindig machen. Nachdem ich lange überlegt hatte, welchen dieser Texte ich verwenden sollte, beschloss ich, sie alle zu vertonen. Naghash war in erster Linie ein Priester, und seine Gedichte waren Früchte seiner Predigten. Von besonderem Interesse waren für mich Naghashs eindrucksvolle Texte, die mit der Not des “Ghareeb” zu tun hatten, mit dem Schicksal des heimatlosen Fremden. Als armenischstämmiger Enkel von Überlebenden des Völkermords kann ich den traurigen Zustand des Ghareebs gut verstehen. Obwohl die Texte aus dem 15. Jahrhundert stammen, ist es erstaunlich, wie zeitlos Naghashs Texte angesichts unserer schwierigen Zeiten sind. Durch Ausdauer und viel Glück gelang es mir, einige der besten Musiker und Sänger Armeniens für das Naghash Ensemble zu gewinnen. Sie alle verfügen über umfassende Kenntnisse der armenischen Volks- und geistlichen Musik, aber sie wurden am Konservatorium ausgebildet und können einfach alles spielen oder singen. Gemeinsam haben wir inzwischen unzählige Stunden mit Proben, Auftritten und Reisen durch Europa verbracht. Jedes Mitglied trägt etwas wirklich Einzigartiges zum Klang des Naghash Ensembles bei, und ich bin immer wieder erstaunt über ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten als Musiker und Menschen.“ John Hodian

THE NAGHASH ENSEMBLE OF ARMENIA

Freitag, 4. Dezember

Fr, 4. Dez 2026, 20:30

TASHEENO: DANCE, DUB & TECHNO // ALBUM RELEASE

Ein Genre-Crossover ohne Grenzen: Dance, Dub und technoide Grooves, gespeist aus Club-Sounds der ganzen Welt. Für verschwitzte Floors, lange Nächte und diesen Moment, in dem der Beat alles übernimmt.

@ Treibhaus Innsbruck

TASHEENO: DANCE, DUB & TECHNO // ALBUM RELEASE

Samstag, 5. Dezember

Sa, 5. Dez 2026, 20:00

MARTIN TINGVALL: PIANO. SOLO.

Klavier, nur Klavier, aber wie! Gelebtes Gestern, ersehntes Morgen – in Melodien, von denen wir glauben, sie ewig zu kennen – zwischen Lied und Tanz und Traum – innig, verhalten, und: ergreifend schön. (DIE ZEIT)

@ Treibhaus Innsbruck

“Weich sind seine Melodien, und sie scheinen oft gar nicht zu enden...Muss alles laut und hektisch, dicht gepackt und nervös sein? Nein, wir brauchen auch das Schöne, das Leise, das Zarte, das Sanfte.“ RONDO "Gelebtes Gestern, ersehntes Morgen – in Melodien, von denen wir glauben, sie ewig zu kennen – innig, verhalten und ergreifend schön." (Die ZEIT) Martin Tingvall, der sich in Genres wie Filmmusik, Klassik, Jazz oder Pop gleichermaßen bewegt, spielt scheinbar einfach klingende, ergreifend schöne Melodien, die mal Assoziationen von Klassik herbeizaubern, mal seine Herkunft aus der skandinavische Volksmusik spiegeln und im nächsten Moment der Improvisationsfreiheit des Jazz nahestehen. Längst hat er gängige Genregrenzen hinter sich gelassen und seine ganz eigene Tingvall – Klangwelt aus unterschiedlichen Inspirationsquellen geschaffen. Nicht von ungefähr nennt Udo Lindenberg Marten Tingvall den " Edward Grieg des Jazz" ". WHEN LIGHT RETURNSZum Entstehungsprozess seines vierten Solo – Albums „When Light Returns“ erklärt er: „Vor einem Jahr schien die Welt plötzlich still zu stehen. Als würde die Menschheit den Atem anhalten über den ersten Schock der Pandemie. Gleichzeitig war dieses Frühjahr in Nordeuropa ungewöhnlich schön. Wochenlang strahlte die Sonne vom Himmel, die Knospen der Pflanzen und die Insekten kamen früher als sonst nach dem langen skandinavischen Winter.“ Nach einer Amerika – Reise zu dieser Zeit in seinem Haus in Südschweden gestrandet, komponierte er hier extrem konzentriert und fokussiert dieses neue Album. „Ich war in dieser Zeit viel draußen in der Natur. Während dieses menschlichen Stillstands erschien mir die Kraft der Natur umso stärker – wie ein Zeichen, welches uns Menschen zeigen wollte, dass wir nicht aufgeben sollen.“ Die Kompositionen sind im März 2020 innerhalb weniger Tage entstanden und unmittelbar danach aufgenommen worden. „Für mich ist dieses Album ein Hoffnungssymbol. Auch wenn es scheint, dass es nicht mehr weitergehen wird, selbst nach dem dunkelsten Winter, kehrt das Licht im Frühling zurück.“ "Mit seinem Tingvall Trio wurde er mehrfach ausgezeichnet, aber auch seine Soloalbem begeistern und zwar nicht nur Jazz-Fans." Hamburger Morgenpost Auch die ZEIT jubelt: "Klavier, nur Klavier, aber wie! Gelebtes Gestern, ersehntes Morgen in Melodien, von denen wir glauben, sie ewig zu kennen. Zwölf Stücke zwischen Lied und Tanz und Traum - innig, verhalten, erfgreifend schön." "Tingvalls Kompositionen, alles starke, sich festsetzende Themen und Melodien, repräsentieren Einflüsse skandinavischer Volksmusik, unüberhörbar aber auch Anklänge an klassische Musik, vorwiegend von Grieg, Bach und Chopin." Jazz'n'More

MARTIN TINGVALL: PIANO. SOLO.

Montag, 7. Dezember

Mo, 7. Dez 2026, 20:00

KATZ iM SACK :: LACHEN IM KELLER: KABARETT-NEWCOMER EROBERN BÜHNE & PUBLIKUM

Jeden ersten Montag im Monat wird im roten Kleinkunst-Salon im Treibhaus-Keller gelacht: Klein-Kunst-Newcomer lassen die Katze aus dem Sack –und beweisen, wie gut der Nachwuchs ist. Der Eintritt ist frei:willig!

@ Treibhaus Innsbruck

KATZ iM SACK :: LACHEN IM KELLER: KABARETT-NEWCOMER EROBERN BÜHNE & PUBLIKUM

Mittwoch, 9. Dezember

Mi, 9. Dez 2026, 19:30

ALFRED DORFER: GLEICH - DAS WOHL BESTE KABARETT-SOLO ZUR ZEiT

hi hi hi: Hintergründigkeit, Hinterfotzigkeit & Hintersinn: GLEICH: Dorfer's neues SoloKabarett. "Für seinen bitterbösen Humor und seinen gnadenlosen Blick auf unsere Zeit, ist der Gedanken-Turner Dorfer legendär.."

@ Treibhaus Innsbruck

In seinem neuen Solostück, dem satirischen Ein-Mann-Theater namens „GLEICH“, schlüpft Alfred Dorfer, wie man es von ihm kennt, elegant in raschem Wechsel in die unterschiedlichsten Figuren. Wir bekommen auf der Bühne neben Großmüttern, Wirten auch Bären, Karpfen oder Sonnenblumen zu sehen. In „GLEICH“ wird mit zahlreichen erzählerischen und zeitlichen Exkursen eine Geschichte erzählt. Dürfen wir das Gesehene für bare Münze nehmen? Die Zeitebenen verschwimmen ineinander, Poesie und Wortwitz, Philosophie und Phantasie ebenso. Im deutschen Sprachraum ist der Satiriker mit dem Hang zu gesellschaftspolitischen Themen mit seiner charakteristischen Darstellungsform einzigartig. Eine Pantomime- und Schauspielausbildung kommt dem Wiener dabei zu Gute. Mit sympathischer Souveränität und viel Selbstironie nimmt Alfred Dorfer als genauer Beobachter unseres Alltags gesellschaftliche Strömungen als rhetorischer Bruder Leichtfuß aufs Korn. Vergnüglich und gekonnt spielt er mit seinem Publikum. Nichts und niemand ist vor seinen unerwarteten Gedankengängen sicher. *Der Gedankenturner Alfred Dorfer ist legendär für seinen bitterbösen Humor und seinen gnadenlosen Blick und hat durch eine charakteristische Darstellungsform seinen persönlichen Stil gefunden, den viele als unvergleichlich ansehen. Dieser Meinung waren auch Jury-Mitglieder des Deutschen Kleinkunstpreises, des Deutschen und des Bayerischen Kabarettpreises, mit denen er genauso ausgezeichnet wurde, wie mit dem Schweizer Kabarett-Preis Cornichon. Zudem hat er Erfahrung als Schauspieler, Buchautor, Regisseur und langjähriger Late-Night-Talker. Hi-Hi-Hi: Hintergründigkeit, Hinterfotzigkeit und Hintersinn Alfred Dorfer, das ist so, als würde der Herrgott höchstpersönlich durch den wolkenverhangenen, das letzte Gericht verkündenden Himmel einen Sonnenstrahl schicken, von dem der geneigte Betrachter aber nicht weiß, ob er einen verführerisch anlächelt - oder postkoital hämisch auslacht. Während man bei der Comedy den Denkapparat als lässliches - manchmal lästiges - Accessoire an der Garderobe abgibt und dieser nach dem Genuss der Leichtigkeit dieser Kost ohne Nähr- oder Mehrwert wieder ungenutzt abgeholt wird, ist das wahre Kabarett der Ort, an dem das Gelächter vorauseilt. Dieses dann aber in dem Moment, an dem es von den Gedanken, die den subversiven Sinn erst nach dem Biss in die Frucht der Erkenntnis verstehen, zuweilen im Hals erstickt. Sobald aber der Groschen (altösterreichisches Zahlungsmittel) gefallen ist, entfaltet Dorfer seine kabarettistische Blütenpracht in vollkommener Schönheit. Alfred Dorfer ist in der Tradition des unvergessenen und (fast) unvergleichlichen Dieter Hildebrandt der König des Kabaretts. Bei ihm paart sich angeborener Charme mit Wiener Schmäh. Die Empathie und eben das Subversive sind die Trauzeugen dieser sich selbstbeglückenden Verbindung. Wenn sich dann noch die Hintergründigkeit mit der Hinterfotzigkeit und dem Hintersinn (Akronym: Hi-Hi-Hi) vereint, ist man der DNA von Alfred Dorfer schon sehr, sehr nah. Er ist ein Wort- und Gedanken-Akrobat, der weiß, dass die Kunst, die Satire - frei nach Kurt Tucholsky - nur dann alles darf, wenn sie gut ist. Und Güte ist die nächste unersetzliche Ingredienz eines Dorfer-Programms. Er rüttelt und schüttelt an den Grundmauern und -Pfeilern des Selbstverständnisses, ohne, dass er einen moralinverseuchten Finger in die eitrige Wunde sticht und darin windet. Denken, agieren, wahrhaft sein, muss jeder ganz allein. Die Piefigkeit, die Muffiigkeit, die Spießigkeit des eigenen Ichs muss sich schon jeder selbst aus der waidwunden Seele exorzieren. Dorfer spricht die unbequemen Wahrheiten aus, weder der Anbeter der Gutbürgerlichkeit, noch der selbstverliebte Huldiger des Pseudoliberalismus ist vor ihm und seinem Wortwitz fern jeder Wortgewalt sicher. Denn die Wahrheit ist ein scharfes, aber eben auch zweischneidiges Schwert. Dorfers Waffe ist der Witz, der Geist, das Revoltierende, der Charme, der Schmäh. Die Waffe seiner Wahl ist das kabarettistische Florett, nicht die grobe Comedy-Axt. Den Spiegel, den Dorfer dem Augen-, Ohren- und Zeitzeugen vorhält, ist nicht stumpf, nicht blind. Selbst Narziss höchstpersönlich könnte sich darin nicht verlieben, aber er zertrümmert dieses Ebenbild auch nicht, um dann mit den Scherben zu verletzen. Bei allem Biss, Dorfer ist ein Menschenfreund. Er ist Satiriker, kein Zyniker. Er ist einer, der die Welt verschönern will, dabei aber eben auch genüsslich durch die Hässlichkeit der Menschlichkeit watet. Er zelebriert das erkennende Denken, das verstehende Lachen, aber nur jenes, das hinter dem banalen Gelächter erschallt - und das verschwörerisch wissende Lächeln, das dann erstrahlt. (Matthias Kerber)

ALFRED DORFER: GLEICH - DAS WOHL BESTE KABARETT-SOLO ZUR ZEiT
Mi, 9. Dez 2026, 20:00

THOMAS GANSCH'S WEIHNACHTS-SCHLAGERTHERAPIE. LEISE RIESELT DER SCHMÄH...

Vergessen wir für eine kurze Weile die Sorgen der Welt: Schlagertherapie sozusagen. Versprochen: Politik, Florian Silbereisen, Helene Fischer und Andreas Gabalier müssen draußen bleiben!

@ Treibhaus Innsbruck

Geht es Ihnen auch so? Sie schlagen die Zeitung auf, öffnen den Computer, drehen den Fernseher auf, oder stellen das Radio an und verzweifeln im selben Moment, da man Sie auf all diesen Kanälen davon zu überzeugen versucht, das Ende der Welt stünde unmittelbar bevor? Der Klimawandel, die Umweltverschmutzung, Atomtests in Nordkorea, Amerikanischer Drohnen-Krieg, IS Terror, Fluchtrouten, Völkerwanderung, Festung Europa, Syrien, Libyen, Ukraine, Gutmenschen, Schlechtmenschen, Böhmermann vs Erdogan…. Sehnen Sie sich dann auch manchmal zurück nach der Zeit, als Mama beim Bügeln auf Radio Niederösterreich, der blaugelben Welle surfend, die schönsten Schlager der 50er und 60er Jahre von Caterina, Vico, Connie und Peter, Udo und natürlich auch Peter dem Großen mitsang? Als die Zukunft ausschließlich gut war und die Vergangenheit in Schwarzweiß. Als man von der Ferne träumte, von Fernando, Alfredo und Jose, der Ankunft des Schiffs harrte, das da kommen würde, oder ganz verliebt, nach ein paar Gläschen griechischen Weins, zwei Spuren in den Schnee zog und anschließend zwei kleine Italiener vom Bahnhof abholte? Mir geht es manchmal so und deshalb gibt es diesen besonderen Abend. Vergessen wir für eine kurze Weile die Sorgen der Welt und ergeben wir uns unseren sehnsüchtigsten Träumen - damit wir's danach wieder frisch gestärkt mit der Realität aufnehmen können! Schlagertherapie sozusagen. Und dies sei Ihnen vorab versprochen: Politik, Florian Silbereisen, Helene Fischer und Andreas Gabalier müssen draußen bleiben! Thomas Gansch – Trompete, Flügelhorn, Gesang Sebastian Fuchsberger – Gesang, Posaune Leonhard Paul – Posaune, Basstrompete, Gesang Michael Hornek – Klavier, Gesang Lassen Sie sich von Thomas Gansch und seinen musikalischen Begleitern auf eine außergewöhnliche Zeitreise in die 1950er und 60er Jahre entführen, als die unvergesslichen Melodien von Peter Alexander, Udo Jürgens, Caterina Valente, Vico Torriani und Connie Francis aus dem Radio trällerten. Zurück in eine Zeit, als man von der Ferne träumte, von Fernando, Alfredo und Jose, der Ankunft des Schiffs harrte, das da kommen würde, oder ganz verliebt, nach ein paar Gläschen griechischen Weins, zwei Spuren in den Schnee zog und anschließend zwei kleine Italiener vom Bahnhof abholte. Ein ganz besonderer Abend voller nostalgischer Glückseligkeit, an dem die Sorgen der Gegenwart für eine kurze Weile vergessen werden dürfen und sehnsüchtige Erinnerungen wieder lebendig werden. Echte Schlagertherapie sozusagen!

THOMAS GANSCH'S WEIHNACHTS-SCHLAGERTHERAPIE. LEISE RIESELT DER SCHMÄH...

Donnerstag, 10. Dezember

Do, 10. Dez 2026, 20:00

FIVA. // AKA NINA SONNENBERG: DAS HERZ, EIN WOLF // MUSIK & LESUNG

In süchtig machendem Sound erzählt Fiva in ihrem Debütroman schonungslos, zärtlich und mit bestechendem Witz von einer Vorstadtjugend in den 90ern, von familiären Prägungen, vom Leben & vom Sterben. Mit DJ PHEKT

@ Treibhaus Innsbruck

Nina Fiva Sonnenberg liest aus ihrem Debut Roman, erzählt, wie es zu dieser Geschichte kam und was es alles gebraucht hat, damit der Text ein Buch wird und auf die Bühne kommen konnte. Begleitet wird sie dabei musikalisch von ihrem langjährigen musikalischen Partner DJ Phekt. Sie spielen passende Songs zur Geschichte, Klassiker aus Fivas Repertoire und liefern so den Soundtrack zum Buch. Das Herz, ein WolfEin heißer Münchner Sommer: Während die ganze Welt im Freibad ist, auch ihr Freund und ihr Kind, sitzt Nele Kastner am Sterbebett ihres Vaters und wartet mit ihm auf den Tod. Und obwohl er doch natürlich ist, dieser Tod, wirkt kurz vorm Ende alles wie Theater. In der Hauptrolle: Das fehlende Gespräch. Denn da der Vater nicht mehr sprechen kann, übernimmt Nele es, die gemeinsame Geschichte zu erzählen. Vom Aufwachsen im kleinbürgerlichen Vorstadtmilieu 1980er- und 1990er-Jahre. Vom Psychofasten und von Bröselneurosen, von ersten und von letzten Malen, von Kastenläufen und Familienritualen. Von dem, was einen klein hält, und dem, was einen groß macht. Und keine Angst – man glaubt nicht, wieviel Humor in den letzten Erzählungen liegen kann. Der großartige Debütroman "Das Herz, ein Wolf" der als FIVA bekannten Musikerin und Moderatorin (FM4, BR2, 3sat, ZDFkultur) wurde zweimal für den Grimme-Preis nominiert. In süchtig machendem Sound erzählt Nina Sonnenberg schonungslos, zärtlich und mit bestechendem Witz von einer Vorstadtjugend in den 90ern, von familiären Prägungen, vom Leben und vom Sterben. »Eine fein und sensibel erzählte Geschichte, die alle Kinder der 80er zurückführt in eine Kindheit voller Zigarettenrauch und Knorr-Suppen.« Eva Karl Faltermeier Für alle Leser:innen von Joachim Meyerhoff, Giulia Becker und Stefanie Sargnagel NINA FIVA SONNENBERGNina Sonnenberg ist gebürtige Münchnerin, Musikerin, Moderatorin und Autorin. Unter dem Künstlerinnen Namen FIVA platzierte sie bisher fünf Alben in den deutschen und österreichischen Charts und spielte mehrfach Touren durch Österreich, Deutschland und die Schweiz. Sie wurde National Slam Champion im Team veröffentlichte den Gedichtband »Klub Karamell« (Voland & Quist). Sie arbeitet als Radiomoderatorin bei FM4 (ORF), BR2 (Eins zu Eins der Talk) und war als Fernsehmoderatorin bei ZDFkultur und 3SAT (Kulturpalast, Theater ein Fest) zweimal für den Grimme-Preis nominiert. Sie ist Trägerin des Bayrischen Kulturpreises. Im Münchner Volkstheater veranstaltet sie regelmäßig ihren »Salon Sonnenberg«, wo sie selbst mit ihrer Band auftritt und Künstler:innen zum Gespräch und gemeinsamen Musizieren einlädt. Nina Sonnenberg lebt und arbeitet in München und Wien. »Das Herz, ein Wolf« ist ihr erster Roman. DJ PHEKTDJ Phekt legt seit mehr als 30 Jahren Platten auf und arbeitet seit 2004 beim österreichischen Sender ORF Radio FM4, wo er unter anderem die wöchentliche Hip Hop-Sendung "FM4 Tribe Vibes" mitgestaltet. Zwischen 2008 und 2012 war er als Live-DJ an der Seite von Fiva unterwegs und war in die Produktion ihrer Alben "Rotwild" und "Die Stadt gehört wieder mir" involviert. Mit "Sommer am Ponyhof" haben Fiva & Phekt ab 2020 jährlich eine sommerliche Radiosendung mit prominenten Gästen für FM4 gehostet und gezeigt, dass ihr Vibe sowohl auf der Bühne wie auch hinter dem Mikrophon einwandfrei harmoniert

FIVA. // AKA NINA SONNENBERG: DAS HERZ, EIN WOLF // MUSIK & LESUNG

Freitag, 11. Dezember

Fr, 11. Dez 2026, 19:30

ALFRED DORFER: GLEICH - DAS WOHL BESTE KABARETT-SOLO ZUR ZEiT

hi hi hi: Hintergründigkeit, Hinterfotzigkeit & Hintersinn: GLEICH: Dorfer's neues SoloKabarett. "Für seinen bitterbösen Humor und seinen gnadenlosen Blick auf unsere Zeit, ist der Gedanken-Turner Dorfer legendär.."

@ Treibhaus Innsbruck

In seinem neuen Solostück, dem satirischen Ein-Mann-Theater namens „GLEICH“, schlüpft Alfred Dorfer, wie man es von ihm kennt, elegant in raschem Wechsel in die unterschiedlichsten Figuren. Wir bekommen auf der Bühne neben Großmüttern, Wirten auch Bären, Karpfen oder Sonnenblumen zu sehen. In „GLEICH“ wird mit zahlreichen erzählerischen und zeitlichen Exkursen eine Geschichte erzählt. Dürfen wir das Gesehene für bare Münze nehmen? Die Zeitebenen verschwimmen ineinander, Poesie und Wortwitz, Philosophie und Phantasie ebenso. Im deutschen Sprachraum ist der Satiriker mit dem Hang zu gesellschaftspolitischen Themen mit seiner charakteristischen Darstellungsform einzigartig. Eine Pantomime- und Schauspielausbildung kommt dem Wiener dabei zu Gute. Mit sympathischer Souveränität und viel Selbstironie nimmt Alfred Dorfer als genauer Beobachter unseres Alltags gesellschaftliche Strömungen als rhetorischer Bruder Leichtfuß aufs Korn. Vergnüglich und gekonnt spielt er mit seinem Publikum. Nichts und niemand ist vor seinen unerwarteten Gedankengängen sicher. *Der Gedankenturner Alfred Dorfer ist legendär für seinen bitterbösen Humor und seinen gnadenlosen Blick und hat durch eine charakteristische Darstellungsform seinen persönlichen Stil gefunden, den viele als unvergleichlich ansehen. Dieser Meinung waren auch Jury-Mitglieder des Deutschen Kleinkunstpreises, des Deutschen und des Bayerischen Kabarettpreises, mit denen er genauso ausgezeichnet wurde, wie mit dem Schweizer Kabarett-Preis Cornichon. Zudem hat er Erfahrung als Schauspieler, Buchautor, Regisseur und langjähriger Late-Night-Talker. Hi-Hi-Hi: Hintergründigkeit, Hinterfotzigkeit und Hintersinn Alfred Dorfer, das ist so, als würde der Herrgott höchstpersönlich durch den wolkenverhangenen, das letzte Gericht verkündenden Himmel einen Sonnenstrahl schicken, von dem der geneigte Betrachter aber nicht weiß, ob er einen verführerisch anlächelt - oder postkoital hämisch auslacht. Während man bei der Comedy den Denkapparat als lässliches - manchmal lästiges - Accessoire an der Garderobe abgibt und dieser nach dem Genuss der Leichtigkeit dieser Kost ohne Nähr- oder Mehrwert wieder ungenutzt abgeholt wird, ist das wahre Kabarett der Ort, an dem das Gelächter vorauseilt. Dieses dann aber in dem Moment, an dem es von den Gedanken, die den subversiven Sinn erst nach dem Biss in die Frucht der Erkenntnis verstehen, zuweilen im Hals erstickt. Sobald aber der Groschen (altösterreichisches Zahlungsmittel) gefallen ist, entfaltet Dorfer seine kabarettistische Blütenpracht in vollkommener Schönheit. Alfred Dorfer ist in der Tradition des unvergessenen und (fast) unvergleichlichen Dieter Hildebrandt der König des Kabaretts. Bei ihm paart sich angeborener Charme mit Wiener Schmäh. Die Empathie und eben das Subversive sind die Trauzeugen dieser sich selbstbeglückenden Verbindung. Wenn sich dann noch die Hintergründigkeit mit der Hinterfotzigkeit und dem Hintersinn (Akronym: Hi-Hi-Hi) vereint, ist man der DNA von Alfred Dorfer schon sehr, sehr nah. Er ist ein Wort- und Gedanken-Akrobat, der weiß, dass die Kunst, die Satire - frei nach Kurt Tucholsky - nur dann alles darf, wenn sie gut ist. Und Güte ist die nächste unersetzliche Ingredienz eines Dorfer-Programms. Er rüttelt und schüttelt an den Grundmauern und -Pfeilern des Selbstverständnisses, ohne, dass er einen moralinverseuchten Finger in die eitrige Wunde sticht und darin windet. Denken, agieren, wahrhaft sein, muss jeder ganz allein. Die Piefigkeit, die Muffiigkeit, die Spießigkeit des eigenen Ichs muss sich schon jeder selbst aus der waidwunden Seele exorzieren. Dorfer spricht die unbequemen Wahrheiten aus, weder der Anbeter der Gutbürgerlichkeit, noch der selbstverliebte Huldiger des Pseudoliberalismus ist vor ihm und seinem Wortwitz fern jeder Wortgewalt sicher. Denn die Wahrheit ist ein scharfes, aber eben auch zweischneidiges Schwert. Dorfers Waffe ist der Witz, der Geist, das Revoltierende, der Charme, der Schmäh. Die Waffe seiner Wahl ist das kabarettistische Florett, nicht die grobe Comedy-Axt. Den Spiegel, den Dorfer dem Augen-, Ohren- und Zeitzeugen vorhält, ist nicht stumpf, nicht blind. Selbst Narziss höchstpersönlich könnte sich darin nicht verlieben, aber er zertrümmert dieses Ebenbild auch nicht, um dann mit den Scherben zu verletzen. Bei allem Biss, Dorfer ist ein Menschenfreund. Er ist Satiriker, kein Zyniker. Er ist einer, der die Welt verschönern will, dabei aber eben auch genüsslich durch die Hässlichkeit der Menschlichkeit watet. Er zelebriert das erkennende Denken, das verstehende Lachen, aber nur jenes, das hinter dem banalen Gelächter erschallt - und das verschwörerisch wissende Lächeln, das dann erstrahlt. (Matthias Kerber)

ALFRED DORFER: GLEICH - DAS WOHL BESTE KABARETT-SOLO ZUR ZEiT
Fr, 11. Dez 2026, 20:00

DIE STROTTERN & JAZZWERKSTATT WIEN: SIEBEN ZWETSCHKEN

Mit ihrem neuen Album „Sieben Zwetschken“ verschmelzen das Wienerlied-Duo Die Strottern und das Kollektiv JazzWerkstatt Wien einmal mehr zur kongenialen Wiener Werkstätte.

@ Treibhaus Innsbruck

Eine Zusammenarbeit der besonderen (Wiener-) Art entsteht, wenn sich DIE STROTTERN und die JAZZWERKSTATT WIEN zusammentun. Nach Innsbruck kommen sie mit ihrem aktuellen dritten Album “Sieben Zwetschken” im Gepäck. Die Strottern alias Klemens Lendl und David Müller feiern heuer ihr 30jähriges Jubiläum. Sie spielen und singen „unter größtmöglicher Aussparung von Larmoyanz und Weinseligkeit, dafür aber unter reichlicher Beigabe von wertvoller Poesie und galanter Melodie (Samir Köck, Die Presse)“ und haben damit dem Wienerlied neues Leben eingehaucht. Die JazzWerkstatt Wien wurde 2004 gegründet und ist seither Inspiration und Wegbegleiter für viele Musiker:innen und Komponist:innen. Aus diesem kreativen Kollektiv haben sich sieben Musiker mit den Strottern zusammengetan, um ein virtuoses Gesamtkunstwerk zu gestalten. Auf dem Album “Sieben Zwetschken” finden sich Texte von bewährten Kräften der Wienerliedszene wie Karl Stirner und Christian Tesak, aber auch von Teresa Präauer und Lukas Meschik. „Das Ergebnis dieser „Radikalchirurgie“ ist ein völlig neu empfundenes Wienerlied, das sich nicht als zuckerlrosa Raunz- und Schmachtfetzen im Schmalzfass suhlt, sondern ein elegantes bis existentialistisches Klangkleid trägt, auf dem Jazz, Reggae, Funk, Freejazz und Weltmusik leuchten. Grandios!“ (Kronen Zeitung). „Sieben Zwetschken“ ist eine Einladung zu leisen Zwischentönen, zum nachdenklichen Mitgrooven und leidenschaftlichen Mitwundern über den Zustand der Welt. Intelligenter Schmäh trifft leiwande Spielfreude, die unerträgliche Leichtigkeit des Seins tanzt einen holpertatschigen Walzer mit komplexen Songstrukturen. Dabei hört man den Aufnahmen an, wie gern sich hier neun Menschen haben und wie viel Freude es ihnen macht, gemeinsam zu musizieren. Es taugt ihnen – das taugt uns. Grundregel dieser Kunst ist Gleichberechtigung, bei der jeder nach seiner Fasson glänzen darf, aber niemand sich deppert in den Vordergrund spielen muss. Und hat jemand gerade nichts zu tun, scheint es, als würde man das Lächeln des Pausierenden hören können. Klemens Lendl: Violine, Gesang David Müller: Gitarre, Gesang Clemens Salesny: Saxophon, Bassklarinette Martin Eberle: Trompete, Flügelhorn Martin Ptak: Posaune Peter Rom: Gitarre Clemens Wenger: Piano, Keys Bernd Satzinger: Bass Lucas König: Schlagzeug

DIE STROTTERN & JAZZWERKSTATT WIEN: SIEBEN ZWETSCHKEN

Samstag, 12. Dezember

Sa, 12. Dez 2026, 19:30

ALFRED DORFER: GLEICH - DAS WOHL BESTE KABARETT-SOLO ZUR ZEiT

hi hi hi: Hintergründigkeit, Hinterfotzigkeit & Hintersinn: GLEICH: Dorfer's neues SoloKabarett. "Für seinen bitterbösen Humor und seinen gnadenlosen Blick auf unsere Zeit, ist der Gedanken-Turner Dorfer legendär.."

@ Treibhaus Innsbruck

In seinem neuen Solostück, dem satirischen Ein-Mann-Theater namens „GLEICH“, schlüpft Alfred Dorfer, wie man es von ihm kennt, elegant in raschem Wechsel in die unterschiedlichsten Figuren. Wir bekommen auf der Bühne neben Großmüttern, Wirten auch Bären, Karpfen oder Sonnenblumen zu sehen. In „GLEICH“ wird mit zahlreichen erzählerischen und zeitlichen Exkursen eine Geschichte erzählt. Dürfen wir das Gesehene für bare Münze nehmen? Die Zeitebenen verschwimmen ineinander, Poesie und Wortwitz, Philosophie und Phantasie ebenso. Im deutschen Sprachraum ist der Satiriker mit dem Hang zu gesellschaftspolitischen Themen mit seiner charakteristischen Darstellungsform einzigartig. Eine Pantomime- und Schauspielausbildung kommt dem Wiener dabei zu Gute. Mit sympathischer Souveränität und viel Selbstironie nimmt Alfred Dorfer als genauer Beobachter unseres Alltags gesellschaftliche Strömungen als rhetorischer Bruder Leichtfuß aufs Korn. Vergnüglich und gekonnt spielt er mit seinem Publikum. Nichts und niemand ist vor seinen unerwarteten Gedankengängen sicher. *Der Gedankenturner Alfred Dorfer ist legendär für seinen bitterbösen Humor und seinen gnadenlosen Blick und hat durch eine charakteristische Darstellungsform seinen persönlichen Stil gefunden, den viele als unvergleichlich ansehen. Dieser Meinung waren auch Jury-Mitglieder des Deutschen Kleinkunstpreises, des Deutschen und des Bayerischen Kabarettpreises, mit denen er genauso ausgezeichnet wurde, wie mit dem Schweizer Kabarett-Preis Cornichon. Zudem hat er Erfahrung als Schauspieler, Buchautor, Regisseur und langjähriger Late-Night-Talker. Hi-Hi-Hi: Hintergründigkeit, Hinterfotzigkeit und Hintersinn Alfred Dorfer, das ist so, als würde der Herrgott höchstpersönlich durch den wolkenverhangenen, das letzte Gericht verkündenden Himmel einen Sonnenstrahl schicken, von dem der geneigte Betrachter aber nicht weiß, ob er einen verführerisch anlächelt - oder postkoital hämisch auslacht. Während man bei der Comedy den Denkapparat als lässliches - manchmal lästiges - Accessoire an der Garderobe abgibt und dieser nach dem Genuss der Leichtigkeit dieser Kost ohne Nähr- oder Mehrwert wieder ungenutzt abgeholt wird, ist das wahre Kabarett der Ort, an dem das Gelächter vorauseilt. Dieses dann aber in dem Moment, an dem es von den Gedanken, die den subversiven Sinn erst nach dem Biss in die Frucht der Erkenntnis verstehen, zuweilen im Hals erstickt. Sobald aber der Groschen (altösterreichisches Zahlungsmittel) gefallen ist, entfaltet Dorfer seine kabarettistische Blütenpracht in vollkommener Schönheit. Alfred Dorfer ist in der Tradition des unvergessenen und (fast) unvergleichlichen Dieter Hildebrandt der König des Kabaretts. Bei ihm paart sich angeborener Charme mit Wiener Schmäh. Die Empathie und eben das Subversive sind die Trauzeugen dieser sich selbstbeglückenden Verbindung. Wenn sich dann noch die Hintergründigkeit mit der Hinterfotzigkeit und dem Hintersinn (Akronym: Hi-Hi-Hi) vereint, ist man der DNA von Alfred Dorfer schon sehr, sehr nah. Er ist ein Wort- und Gedanken-Akrobat, der weiß, dass die Kunst, die Satire - frei nach Kurt Tucholsky - nur dann alles darf, wenn sie gut ist. Und Güte ist die nächste unersetzliche Ingredienz eines Dorfer-Programms. Er rüttelt und schüttelt an den Grundmauern und -Pfeilern des Selbstverständnisses, ohne, dass er einen moralinverseuchten Finger in die eitrige Wunde sticht und darin windet. Denken, agieren, wahrhaft sein, muss jeder ganz allein. Die Piefigkeit, die Muffiigkeit, die Spießigkeit des eigenen Ichs muss sich schon jeder selbst aus der waidwunden Seele exorzieren. Dorfer spricht die unbequemen Wahrheiten aus, weder der Anbeter der Gutbürgerlichkeit, noch der selbstverliebte Huldiger des Pseudoliberalismus ist vor ihm und seinem Wortwitz fern jeder Wortgewalt sicher. Denn die Wahrheit ist ein scharfes, aber eben auch zweischneidiges Schwert. Dorfers Waffe ist der Witz, der Geist, das Revoltierende, der Charme, der Schmäh. Die Waffe seiner Wahl ist das kabarettistische Florett, nicht die grobe Comedy-Axt. Den Spiegel, den Dorfer dem Augen-, Ohren- und Zeitzeugen vorhält, ist nicht stumpf, nicht blind. Selbst Narziss höchstpersönlich könnte sich darin nicht verlieben, aber er zertrümmert dieses Ebenbild auch nicht, um dann mit den Scherben zu verletzen. Bei allem Biss, Dorfer ist ein Menschenfreund. Er ist Satiriker, kein Zyniker. Er ist einer, der die Welt verschönern will, dabei aber eben auch genüsslich durch die Hässlichkeit der Menschlichkeit watet. Er zelebriert das erkennende Denken, das verstehende Lachen, aber nur jenes, das hinter dem banalen Gelächter erschallt - und das verschwörerisch wissende Lächeln, das dann erstrahlt. (Matthias Kerber)

ALFRED DORFER: GLEICH - DAS WOHL BESTE KABARETT-SOLO ZUR ZEiT

Sonntag, 13. Dezember

So, 13. Dez 2026, 19:30

ALFRED DORFER: GLEICH - DAS WOHL BESTE KABARETT-SOLO ZUR ZEiT

hi hi hi: Hintergründigkeit, Hinterfotzigkeit & Hintersinn: GLEICH: Dorfer's neues SoloKabarett. "Für seinen bitterbösen Humor und seinen gnadenlosen Blick auf unsere Zeit, ist der Gedanken-Turner Dorfer legendär.."

@ Treibhaus Innsbruck

In seinem neuen Solostück, dem satirischen Ein-Mann-Theater namens „GLEICH“, schlüpft Alfred Dorfer, wie man es von ihm kennt, elegant in raschem Wechsel in die unterschiedlichsten Figuren. Wir bekommen auf der Bühne neben Großmüttern, Wirten auch Bären, Karpfen oder Sonnenblumen zu sehen. In „GLEICH“ wird mit zahlreichen erzählerischen und zeitlichen Exkursen eine Geschichte erzählt. Dürfen wir das Gesehene für bare Münze nehmen? Die Zeitebenen verschwimmen ineinander, Poesie und Wortwitz, Philosophie und Phantasie ebenso. Im deutschen Sprachraum ist der Satiriker mit dem Hang zu gesellschaftspolitischen Themen mit seiner charakteristischen Darstellungsform einzigartig. Eine Pantomime- und Schauspielausbildung kommt dem Wiener dabei zu Gute. Mit sympathischer Souveränität und viel Selbstironie nimmt Alfred Dorfer als genauer Beobachter unseres Alltags gesellschaftliche Strömungen als rhetorischer Bruder Leichtfuß aufs Korn. Vergnüglich und gekonnt spielt er mit seinem Publikum. Nichts und niemand ist vor seinen unerwarteten Gedankengängen sicher. *Der Gedankenturner Alfred Dorfer ist legendär für seinen bitterbösen Humor und seinen gnadenlosen Blick und hat durch eine charakteristische Darstellungsform seinen persönlichen Stil gefunden, den viele als unvergleichlich ansehen. Dieser Meinung waren auch Jury-Mitglieder des Deutschen Kleinkunstpreises, des Deutschen und des Bayerischen Kabarettpreises, mit denen er genauso ausgezeichnet wurde, wie mit dem Schweizer Kabarett-Preis Cornichon. Zudem hat er Erfahrung als Schauspieler, Buchautor, Regisseur und langjähriger Late-Night-Talker. Hi-Hi-Hi: Hintergründigkeit, Hinterfotzigkeit und Hintersinn Alfred Dorfer, das ist so, als würde der Herrgott höchstpersönlich durch den wolkenverhangenen, das letzte Gericht verkündenden Himmel einen Sonnenstrahl schicken, von dem der geneigte Betrachter aber nicht weiß, ob er einen verführerisch anlächelt - oder postkoital hämisch auslacht. Während man bei der Comedy den Denkapparat als lässliches - manchmal lästiges - Accessoire an der Garderobe abgibt und dieser nach dem Genuss der Leichtigkeit dieser Kost ohne Nähr- oder Mehrwert wieder ungenutzt abgeholt wird, ist das wahre Kabarett der Ort, an dem das Gelächter vorauseilt. Dieses dann aber in dem Moment, an dem es von den Gedanken, die den subversiven Sinn erst nach dem Biss in die Frucht der Erkenntnis verstehen, zuweilen im Hals erstickt. Sobald aber der Groschen (altösterreichisches Zahlungsmittel) gefallen ist, entfaltet Dorfer seine kabarettistische Blütenpracht in vollkommener Schönheit. Alfred Dorfer ist in der Tradition des unvergessenen und (fast) unvergleichlichen Dieter Hildebrandt der König des Kabaretts. Bei ihm paart sich angeborener Charme mit Wiener Schmäh. Die Empathie und eben das Subversive sind die Trauzeugen dieser sich selbstbeglückenden Verbindung. Wenn sich dann noch die Hintergründigkeit mit der Hinterfotzigkeit und dem Hintersinn (Akronym: Hi-Hi-Hi) vereint, ist man der DNA von Alfred Dorfer schon sehr, sehr nah. Er ist ein Wort- und Gedanken-Akrobat, der weiß, dass die Kunst, die Satire - frei nach Kurt Tucholsky - nur dann alles darf, wenn sie gut ist. Und Güte ist die nächste unersetzliche Ingredienz eines Dorfer-Programms. Er rüttelt und schüttelt an den Grundmauern und -Pfeilern des Selbstverständnisses, ohne, dass er einen moralinverseuchten Finger in die eitrige Wunde sticht und darin windet. Denken, agieren, wahrhaft sein, muss jeder ganz allein. Die Piefigkeit, die Muffiigkeit, die Spießigkeit des eigenen Ichs muss sich schon jeder selbst aus der waidwunden Seele exorzieren. Dorfer spricht die unbequemen Wahrheiten aus, weder der Anbeter der Gutbürgerlichkeit, noch der selbstverliebte Huldiger des Pseudoliberalismus ist vor ihm und seinem Wortwitz fern jeder Wortgewalt sicher. Denn die Wahrheit ist ein scharfes, aber eben auch zweischneidiges Schwert. Dorfers Waffe ist der Witz, der Geist, das Revoltierende, der Charme, der Schmäh. Die Waffe seiner Wahl ist das kabarettistische Florett, nicht die grobe Comedy-Axt. Den Spiegel, den Dorfer dem Augen-, Ohren- und Zeitzeugen vorhält, ist nicht stumpf, nicht blind. Selbst Narziss höchstpersönlich könnte sich darin nicht verlieben, aber er zertrümmert dieses Ebenbild auch nicht, um dann mit den Scherben zu verletzen. Bei allem Biss, Dorfer ist ein Menschenfreund. Er ist Satiriker, kein Zyniker. Er ist einer, der die Welt verschönern will, dabei aber eben auch genüsslich durch die Hässlichkeit der Menschlichkeit watet. Er zelebriert das erkennende Denken, das verstehende Lachen, aber nur jenes, das hinter dem banalen Gelächter erschallt - und das verschwörerisch wissende Lächeln, das dann erstrahlt. (Matthias Kerber)

ALFRED DORFER: GLEICH - DAS WOHL BESTE KABARETT-SOLO ZUR ZEiT

Dienstag, 15. Dezember

Di, 15. Dez 2026, 19:30

FLO & WISCH: Musikkabarett Weihnachten Last Minute // IN KOOP KKI

In Weihnachten Last Minute dürfen Sie sich völlig entspannt am Stress der anderen erfreuen. Denn den gibt es ausschließlich auf der Bühne, auf der Flo und Wisch treffsicher die besinnlichste Zeit des Jahres persiflieren.

@ Treibhaus Innsbruck

In „Weihnachten Last Minute” dürfen Sie sich einmal völlig entspannt am Stress der anderen erfreuen. Denn den gibt es diesmal ausschließlich auf der Bühne, auf der Flo und Wisch treffsicher und mitreißend die „besinnlichste” Zeit des Jahres persiflieren. Sie richten dabei die Schmähkanone auf alles, was uns zu Weihnachten bewegt, und lassen mit ihrer aktuellen, witzigen und musikalischen Show sogar die frostigsten Eiszapfen dahinschmelzen. Flo & Wisch über Flo & Wisch: Wir sind grundsaetzlich gegensaetzlich. Das schafft viel Raum für Konflikte und die tragen wir am liebsten auf der Bühne aus – zur großen Freude unserer Zuschauer. Die feine Wiener Klinge trifft bei uns auf die steirische Bodenständigkeit, oder wenn Sie gerne in Bildern denken: ein von Hand gezogener Apfelstrudel auf eine Käferbohne. Was uns vereint, ist unser Faible für gute Musik. Wir lieben es, bekannten Songs neue Texte zu geben. Deshalb ist unser Klavier auch immer auf der Bühne mit dabei. Sie denken sich: “Moment mal, die kenne ich doch von irgendwo her?” Es kann gut sein, dass Sie uns bei der ORF-Show “Die grosse Chance” gesehen haben, in der wir 2012 den zweiten Platz belegt haben. In den Jahren 2016 und 2017 haben wir wöchentlich für “Guten Morgen Österreich” auf ORF 2 einen musikalisch-satirischen Wochenrückblick produziert. Außerdem treten wir immer wieder in beliebten TV-Formaten des ORF auf. In mittlerweile 10 Jahren auf den Kabarettbühnen Österreichs und Deutschlands haben wir auch einige Preise gewinnen können. Besonders stolz sind wir auf die Ennser Kleinkunstkartoffel und den Kneitinger Bierschlegel! Im Sommer 2021 haben wir unseren ersten Austropop-Song „Mojito“ veröffentlicht, der es im Laufe des Sommers bis in die Top 10 der österreichischen Airplay-Charts geschafft hat! Nicht nur der Song, sondern auch das Musikvideo mit Viktor Gernot und Jazz Gitti war für uns ein toller Erfolg! Mit „Tanne oder Fichte“ konnten wir im Advent noch eine weitere Single produzieren, die im Radio gespielt wurde. Weitere Musikprojekte sind in Arbeit! Seit 2022 sind wir Intendanten des burgenländischen Kabarettfestivals „Kabarett am See“ – 2024 wurden wir vom Burgenländischen Landtag mit der Gestaltung der Social Media-Kampagne „Demokratie… einmal anders erklärt“ beauftragt und aufgrund des großen Erfolgs vom burgenländischen Landtagspräsidenten Robert Hergovich zu „Demokratiebotschaftern“ ernannt. Ende 2024 startete unser neues Weihnachtsprogramm „Weihnachten Last Minute“ und seit Beginn 2025 sind wir mit dem neuen Programm „Hörensagen“ unterwegs!

FLO & WISCH: Musikkabarett Weihnachten Last Minute // IN KOOP KKI

Mittwoch, 16. Dezember

Mi, 16. Dez 2026, 20:00

MiRA LU KOVACS & CLEMENS WENGER: SAD SONGS TO CRY TO – EIN WEIHNACHTSSINGEN

Tauet Himmel: Mira Lu Kovacs & Clemens Wenger singen traurige Lieder für traurige Zeiten: das wird eine sinnliche weihnachtsfeier: macht hoch die tür ...Sad Songs to cry to...

@ Treibhaus Innsbruck

Mira Lu Kovacs & Clemens Wenger 'Sad Songs To Cry To'Mira Lu Kovacs (5K HD, My Ugly Clementine) und Clemens Wenger (5/8erl in Ehr´n, JazzWerkstatt Wien) widmen sich vollends der Traurigkeit. Gibt es was Sehnlicheres, Verlangenderes als sad songs, in die man sich hineinlegt, in denen man schwimmt und untergeht? Lieder in denen man sich suhlt bis die Traurigkeit Einen ganz in sich aufnimmt, damit sie bekommt was sie so unerbittlich fordert um dann schlussendlich, endlich von Einem zu lassen. Tür auf, Monster rein. Monster wütet, Monster geht. Neben einigen Eigenkompositionen bearbeitet das Duo eine Auswahl aus bekannten Liedern der Popgeschichte, von “Get Lucky” (Daft Punk) über melancholische Jazzklassiker à la Chet Baker wie “I´m Old Fashioned” bis zu deutschsprachigen Liedern wie “Halt dich an deiner Liebe fest” (Rio Reiser). (Pressetext) Mira Lu Kovacs gehört zu einer Generation österreichischer Musiker:innen, die eine neue Qualität in die heimische (Pop-)Musik gebracht haben. Das ist einerseits wohl dem musikalischen Hintergrund Mira Lu Kovacs’, die in Klassik, Jazz und Elektronik ausgebildet wurde, zu verdanken, andererseits aber vor allem auch dem freien Geist der Sängerin. Virtuosität und Intuition an Instrument und Stimme, konterkariert von mitunter bis zum Anschlag ausgereizter Direktheit in den Lyrics, trifft bei ihr auf den Mut, mit einer gewissen Schrägheit den vorhandenen Pop-Appeal in die Zukunft zu ziehen. In den vergangenen Jahren hat sich die Musikerin auf und abseits der Bühne ein üppiges Häuschen mit Garten im Gedächtnis der musikinteressierten Öffentlichkeit eingerichtet. Clemens Wenger hat mit 40 Jahren eine dicht gefüllte Musikgeschichte als Gründer und Leiter der JazzWerkstatt Wien, als ein Kopf der Wiener Soul-Band 5/8erl in Ehr'n und als gefragter Komponist und Musiker in Projekten rund um zeitgenössischen Jazz, Pop und elektronische Musik. Er beschäftigt sich sowohl mit traditioneller Komposition und Instrumentierung akustischer Instrumente als auch mit progressivem digitalem Sounddesign. Mira Lu Kovacs verbindet mit Clemens Wenger eine langjährige Zusammenarbeit. Nun sind sie mit »Sad Songs To Cry To« gemeinsam auf der Bühne zu erleben. [https://www.youtube.com/watch?v=hNtSvL5b3wM]

MiRA LU KOVACS & CLEMENS WENGER: SAD SONGS TO CRY TO – EIN WEIHNACHTSSINGEN

Donnerstag, 17. Dezember

Do, 17. Dez 2026, 20:00

NENDA: KRRRRRRA!

In Ihrem Debütalbum frisst NENDA den „KRRRA“mpus, statt sich von ihm, dem Patriachat oder Rassismus in den Sack stecken zu lassen. Kraftvolle Texte über Hip Hop und Indie Rock Sounds mit Spoken Word, Pop & Jazz

@ Treibhaus Innsbruck

NENDA ist eine Künstlerin aus den Tiroler Alpen. Als Schauspielerin ist sie aus Serien wie The Rising (Sky) & Belgravia: The Next Chapter (MGM+, Amazon) bekannt. Als Musikerin gewann NENDA diverse Auszeichnungen für ihre selbstproduzierten Musikvideos. Ihre Debutsingle „Mixed Feelings“ toppte die FM4 Jahrescharts 2021. NENDA’s Debutalbum KRRRA wird im Herbst 2025 veröffentlicht, darauf bespricht sie weiterhin Themen wie Identität und gesellschaftspolitische Fragen. Das Album bringt Einsicht in ihre Lebenswelt – als Tirolerin sowie Londonerin, als Mauerblümchen sowie Boss Bitch. Vollgepackt mit ehrlichen Emotionen, humorvollen Charakteren und bleibenden Eindrücken. Vier Jahre nach dem Breakout-Erfolg von “Mixed Feelings” (Platz 1 der FM4 Jahrescharts 2021, Nominierung beim Amadeus Austrian Music Award) veröffentlicht NENDA ihr Debütalbum “KRRRA”, dass gegen Rassismus, Nationalismus und das Patriachat ankämpft, aber auch den Verlust ihres Herzensbruders thematisiert. NENDA ist Musikerin, Schauspielerin und Filmemacherin. Ihre Wurzeln sind ein Mix aus Wien, Tirol und Nigeria. Sie singt, rappt und schreibt ihre Texte selbst. Texte, die kämpferisch, lustig und emotional offen sind. Musikalisch ist “KRRRA” genauso facettenreich wie seine Themen: Hip Hop, Spoken Word und Conscious Rap trifft auf Indie-Rock und dazwischen gibt es Big Band, Jazz und Indie Pop Momente. Gemeinsam geschrieben und produziert wurde von Musiklegende Femi Temowo (Amy Winehouse, Soweto Kinch). Im Titeltrack “KRRRA” greift sie das österreichische Krampus-Brauchtum auf. Der Krampus, ein Ungeheuer, das „schlimme Kinder“ in seinen Sack steckt, wird hier nicht gefürchtet, sondern von NENDA gefressen. Anstatt von einem Symbol nationalistischer und toxischer Maskulinität entführt zu werden, „krallt sich“ NENDA sein Fell, zieht es an und holt sich die Macht zurück. “Was für a Krampf und es passt ma nit ganz aber lieber hab Is an als sonst irgend a Mann.” In der ersten Single „Mountain Goat“ widersetzt sich NENDA den Österreich-Klischees mit denen sie im Ausland konfrontiert wird. Jodeln und ein “Sound of Music“ Alpenidyll werden zu einem Hip Hop Track mit catchy Hook umgewandelt. Gleichzeitig geht es aber auch um ihre Ausgrenzung innerhalb von Österreich. Ein Kampf in beide Richtungen. “Egal was I mach da is wer vom Fach, dem muss I beweisen, dass Deutsch meine Sprache is.” “R2F” und “Stellar” sowie die zweite Single “Alone” sind von tiefer Trauer geprägt. In den Songs geht es um die Trauer, die sie seit dem Verlust ihres Herzensbruders begleitet. Melodische Gitarren und verletzlicher Gesang - Dieses ehrliche Gefühlschaos ist für alle, denen schon mal der Teppich unter den eigenen Füßen weggerissen wurde. “yeah we didn't have a plan, apart for me to finally land this trick, unaware that time was ticking like a fucking lunatic” In “Pheasants”, channelt sie ihren “inner Kendrick” und verbindet hochmütige Angeberei mit einer Schimpftirade (“I am that bitch with an ego so big you might have to book a trip to New Zealand to see it.”). Unterstützt wird sie dabei von einem Drum Solo der Jazz-Schlagzeugerin Jas Kayser (Lenny Kravitz, Jorja Smith und Nubya Garcia). NENDAs Debüt „KRRRA“ präsentiert uns ganz viel auf 11 Tracks. Sie zeigt, wer sie ist, was sie alles kann und was sie schon erlebt hat. Tirol, London, Wien, singen, rappen, Song-schreiben, Liebe, Trauer, Patriarchat. Rassismus, Stolz und ein zu sich selbst Finden. NENDA behandelt nicht nur viele Themen, sie mixt auch viele Genres und Skills. Ein Album über den Verlust einer geliebten Person und über den Alltagsrassismus-Scheiß, dass allen, die mit dem gleichen struggeln, Kraft schenken soll.

NENDA: KRRRRRRA!

Samstag, 19. Dezember

Sa, 19. Dez 2026, 19:30

FLORIAN SCHEUBA: SCHÖNEN GUTEN ABEND // KABARETT

Demokratie, Wirtschaft, Umwelt, Hoffnung auf eine bessere Zukunft - alles geht den Bach runter. Aber wer hat es dort hineingeschmissen? Kann man es auch wieder herausfischen?

@ Treibhaus Innsbruck

Demokratie, Wirtschaft, Umwelt, Hoffnung auf eine bessere Zukunft - alles geht den Bach runter? Florian Scheuba setzt sich in Bachwatch-Mission ans Ufer und begegnet ausufernden Untergangstendenzen mit dem trotzigen Bau von Humor-Dämmen. Dabei drängen sich ihm viele Fragen auf: Soll das „Ja natürlich-Schweinderl“ Landwirtschaftsminister werden? Hat Donald Trump ein „Küchenkredenz-Problem“ - Sprung in der Schüssel, Schraube locker, nicht alle Tassen im Schrank? Müssen Autokraten beim Lügen überhaupt noch so tun, als würden sie die Wahrheit sagen? Und gilt da für das immerwährend neutrale Österreich der Grundsatz: „Der eine sagt so, der andere sagt so, wir sagen: Soso…“? Geht es uns wirklich besser, wenn es anderen schlechter geht? Wird ein Arschloch wählbar, wenn es „unser Arschloch“ ist? Darf man heutzutage noch überall sagen, dass man heutzutage nirgendwo mehr was sagen darf? Und was darf Satire denn nun tatsächlich? Florian Scheuba hält Witz den Wahnwitzigkeiten der Gegenwart entgegen und beweist dabei, dass Lachen die beste Form der Notwehr ist. Pressestimmen:„Florian Scheuba trifft als Kabarettist einige Untiefen der österreichischen und internationalen Politik und das in einer leichtfüßigen Art, die zum Lachen bringt." - Salzburger Nachrichten "Humoristisch bedient Scheuba ein breites Spektrum: Geschliffene Satiren und gute Pointen.“ - Falter "Vor allem aber ist Scheuba ein Hinterfrager, der humorvoll Worte und Handlungen überspitzt ins Rampenlicht stellt.“ - Mein Bezirk „Als Intro ertönt ein Mutmacher, die Handlungsanweisung ist damit klar: bleibt engagiert! Der 60jährige spannt einen großen Bogen, von der kleinen heimischen Innenpolitik bis zur großen Geopolitik. Sehr witzig wird es, wenn Scheuba Trumps Regierungs-Gruselkabinett auf Österreich umlegt - Der Standard „Florian Scheuba ist als Kolumnist und "Staatskünstler" ein routinierter Kommentator des Zeitgeschehens. Zum Schluss wirft Scheuba nicht einen Blick in die Zukunft, sondern in die Sterne. Vielleicht ist ja doch noch nicht aller Tage Abend.“ - APA

FLORIAN SCHEUBA: SCHÖNEN GUTEN ABEND // KABARETT
Sa, 19. Dez 2026, 20:30

SHANTEL & DAS BUCOVINA CLUB ORKESTAR / SOUNDSYSTEM ::: DISKO PARTIZANI

Sein Mix aus Romantik, Leidenschaft, Feuer und Anarchie ist ein Aphrodisiakum, das Shantel zum König des Balkan Dance-Floors krönt. Dub-Reggae, Brasil, Oriental- & Arab-Pop betanzt der König vom Planeten Paprika...

@ Treibhaus Innsbruck

Stefan Hantel und sein Bucovina Club Orkestar machen paneuropäische Popmusik zum Tanzen und das so universell, dass sie von Finnland bis in die Türkei Erfolge feiern. Shantel und Orkestar predigen Multikulti nicht, sondern machen Multikultie. Lustvoll. Raumgreifend. In-die-Beine-fahrend. In den 90ern war er der deutsche König des Downbeat, frisierte ab 2000 Balkan Polka mit Electro Beats auf und lud zur hedonistischen Abfahrt in die „Disko Partizani“. Nun vollzieht der unermüdliche Soundforscher vom „Planeten Paprika“ seine nächste Häutung: Auf seinem neuen Album „Anarchy & Romance“ überträgt Shantel erstmals organischen, dreckigen Garage-Band-Sound mit Sixties Flavour in seinen unverwechselbaren Klangkosmos. Denn sich auf dem Lorbeer des Erfolges ausruhen, das war nie die Sache des Stefan Hantel. Nur dank hartnäckiger Basisarbeit und dem Ignorieren von Erwartungshaltungen konnte er seinen Sonderstatus erreichen, der ihn in viele europäische Charts, mehrmals um die ganze Welt und – als ersten deutschen Künstler überhaupt – sogar nach Glastonbury sowie auf ziemlich alle anderen wichtigen internationalen Festivals brachte. „Ein Diamant gibt mir nichts, nur in einem Misthaufen gedeihen wundersame Geschöpfe“, bekennt Shantel und stellt auf „Anarchy & Romance“ konservative Rock- und Pop-Klischees auf den Kopf, ohne dabei in die Hipness-Falle zu tappen. Auf unsere hyperbeschleunigte, globalisierte Welt antwortet der Frankfurter mit einem zwischen Vintage und Zukunft swingendem Stil-Chaos. Getrieben von der Live-Energie seines Bucovina Club Orkestars treffen auf dem Album, wie Shantel sagt, „Songs, Balladen & Party-Burner auf den Sound der wilden Sixties, Rock’n’Roll und Future-Funk, meine geliebten Rickenbacker-Gitarren, ein krachendes Schlagzeug und ein Fender-Rhodes-Piano rocken mit den Blechbläsern meiner Band, als ob es der letzte Tag der Menschheitsgeschichte wäre…“. Allesamt explosive Zutaten also, die Konzertsäle zum Bersten bringen könnten. Wenn da nicht Shantel selbst wäre, der – einem Dompteur gleich – das Publikum stets im Griff hat. „Es gibt keinen anderen deutschen Musiker, der von einer Metropole in Griechenland, Italien oder Frankreich bis hin zum englischen Mega-Rock-Festival à la Glastonbury oder dem dänischen Roskilde-Festival die Menschen auf diese Art in seinen Bann ziehen kann. Zu den krassen Klängen von Shantel tanzt jeder – und zwar sofort!“. SHANTOLOGY 30 Jahre Club GuerillaShantel versteht es, einen Club, das Konzerthaus, den staubigen Boden vor einer Festivalbühne oder eine Mehrzweckhalle in eine temporäre autonome Zone zu verwandeln; in einen Ort, an dem Integration nicht sinnlos diskutiert werden muss, sondern immer wieder Realität wird: Hier wird gemeinsam getanzt!Mehrere weltweit ausgezeichnete Alben, die ein weites Spektrum von Stilen abdecken, hunderte von Konzertauftritten, Festivals und Partys, die er mit seinem einzigartigen eklektischen Sound befeuerte, Hymnen wie „Bucovina“, „Disko Partizani“, „Disko Boy“ oder „Citizen of Planet Paprika“ - all das kann sich der Musiker Shantel auf die Fahnen schreiben. Ein „deutsches Phänomen“ (Vogue) machte sich in Windeseile von Europa ausgehend bekannt (die Türkei, wo Shantel eine Popikone ist, zählen wir gerne dazu), inspirierte zahllose Künstler von Finnland bis nach Buenos Aires oder Ex-Jugoslawien (Dauerrotation auf MTV Balkanika). Shantels Vision ist es eine paneuropäische Popmusik zu schaffen, die überall auf der Welt verstanden werden kann. Es scheint ihm tatsächlich zu gelingen. Eine Schlüsselszene aus Fatih Akins Film „Soul Kitchen“ wurde mit Shantels Musik vertont. Auch auf der Milano Fashion Week ist er zu Hause, wo er den Soundtrack für die Jean-Charles de Castelbajac Iceberg Show gestaltete. Models und Presse jubelten. Der Terminkalender ist bis weit ins Jahr 2011 voll. Die wenige restliche freie Zeit sperrt er sich ins Studio ein, um mit geschätzten Kollegen seinen nächsten Streich vorzubereiten . Shantel hat seine einzigartige Karriere in den 80ern gestartet. 80er? Da war doch was? Diese Musik, die gerne auf Themenpartys verhandelt wird… Nein, ganz anders! Die 80er sind hier die Chiffre für das, was alles zu diesem Zeitpunkt möglich war. Punk hatte den Mief des immer inhaltsleereren Glamrock und seine Stereotypen weggefegt und die Köpfe freigemacht. In den frühen 80ern hielt diese frische Brise noch an, bevor es mit dem kommerziellen Ausverkauf der DIY-Ideale sich wieder schloss, der Pop synthetisch wurde und die MTV-Culture übernahm. Einer, der das Spiel schon damals nicht mitmachen wollte, war ebenjener Shantel. Aktiv im Untergrund des Bauchnabels Deutschlands, Frankfurt am Main, betrieb er dort im heute ultra-hippen Bahnhofsviertel einen illegalen Underground-Club, in dem musikalisch alles möglich war und heftig experimentiert wurde. Hier traf sich eine international bunt gemischte Szene aus Kunststudenten, Bohemiens, Langzeitakademikern, jungen Musikern, Immigranten, Schwulen und Lesben und gestrandete Freaks aus aller Herren Länder. Im 3. Stock eines Gründerzeithauses gelegen, zog der Club mit seinem eklektische Ansatz Massen von ebenso abenteuerlustigen Nachtschwärmern und Clubgängern an wie das Licht die Motten. Der Andrang war so groß, dass die Schlange der Wartenden oft bis zum nächsten Häuserblock reichte. Und das, obwohl das Bahnhofsviertel auf Platz eins der deutschen Kriminalitätsstatistik lag. Shantels Devise war: „Vorwärts in alle Richtungen, lasst uns experimentieren und demonstrieren.“ Eine Demo gab es in der Demo-Hauptstadt Deutschlands jeden Samstag. Sounds des Widerstandes und der Vielfalt schallten aus den Lautsprecherwagen: Roots-, Dub-Reggae und Arab-Pop. Dub-Reggae, ein Musikstil, der Shantel sehr beeinflussen sollte, brasilianische Musik, Oriental- und Arab-Pop ebenso. Aber wollen wir hier Stil-Erbsen zählen? Wichtig ist doch viel mehr das, was sich für Shantel aus der Rezeption verschiedenster musikalischer Genres ergab. Er realisierte, dass wann immer ein neuer Stil seine Nase zeigte, er früher oder später statisch wurde und damit langweilig. Man nehme nur das Beispiel Techno – kaum einer weiß heute, dass Frankfurt am Main die Geburtsstube dessen deutscher Ausformung war. Aber auch Techno war nur bedingt ShantelsDing. Also selber machen, was Neues anfangen, wieder und wieder und wieder. Ab 1986 sahen wir Shantel mit einem griechisch-türkischen Underground-Projekt auf der Bühne. Sie spielten für die griechisch-türkischen Communities in ganz Deutschland den damals schwer angesagten griechischen Outlaw-Blues Rembetiko, und Shantel lieferte die Beats dazu. In seinem Bahnhofsviertel-Club Lissania Essay drehte Shantel die Turntables und mixte Rhythmen sowie Soundfetzen aus dem Sampler dazu. Nordafrika, Brasilien, Jamaika, Elektrobeats, Trip Hop und Jazz in the mix. Ein Song, eine Struktur, ein Rhythmus erreichte die Tanzenden so intensiv, dass ihre Arme hochgingen und die Kehlen Glücksgeheul ausstießen – das war der Ansporn, diesen Moment zu verlängern und das Spaceship Lissania zum Abheben zu bringen. Und bis heute ist es nicht gelandet, denn bis zum heutigen Tag gibt es nicht ein Konzert, nicht eine DJ-Session, die nicht von dem Gefühl befeuert waren, alles zu geben, mit dem Publikum zu verschmelzen und Glückseligkeit in die Gesichter zu zaubern. Kaum einer versteht den Dancefloor besser und findet intuitiv immer die richtige Antwort als Shantel – egal ob mit seinem Bucovina Club Orkestar oder ganz alleine als DJ. Das Lissania und später der Bucovina Club waren einige der sehr raren Gelegenheiten, bei denen sich unterschiedliche Szenen und Altersgruppen trafen. Sie verband eines: Sie waren neugierig und bereit, sich unerhörten Klängen hinzugeben. Und Shantel war es wichtig, neue Ideen, Verrücktes, Unbekanntes via Musik in diese verkrustete Stadt zu tragen: Ideen, Visionen, die ganz woanders herkamen - Paris, Thessaloniki, Tel Aviv, Istanbul. Kurz gesagt Shantel und die Szene, die sich um ihn formierte, war kosmopolitisch und am Austausch interessiert. Er war als einer der deutschen Pioniere des sogenannten Freestyle-Clubbing bald weltweit gefragt, spielte an der Seite von MC Solaar, Kruder & Dorfmeister, Gilles Peterson, Massive Attack, Björk und Howie B. Doch war ihm das genug? Er stellte irgendwann fest, dass auch diese Szene dabei war, sich zu verkrusten bzw. leerzulaufen. Auf einer K7-Labelnacht im New Yorker Limelight Club ließ er frenetische Blechmusik südosteuropäischer Hochzeiten aus den Boxen knallen, was auf dem Tanzboden zu Verwirrung führte. Shantel wäre nicht Shantel, wenn er nicht versucht hätte, diese Situation zu retten und - die Platte noch einmal von vorne zu spielen. Langsam sahen die Partygänger ein, dass sie keine andere Kost serviert bekämen und ließen sich treiben. Schlussendlich: Stampede auf der Tanzfläche. Shantel entschied sich, auf eine große Reise in seine eigene Familiengeschichte zu gehen, die ihn in die Bucovina, Grenzland zwischen Ukraine und Rumänien brachte. Dort fand er die Musik, die tief in seiner eigenen DNA schlummerte und begann mit ihr zu experimentieren, ging mit den Großen des Genre ins Studio, um seine Vision von einem zeitgenössischen paneuropäischen Sound zu kreieren. Das Schauspiel Frankfurt gab diesem neuen Sound, der sich wie ein Lauffeuer um die ganze Welt verbreitete, eine Bühne. Dass gerade Frankfurt den perfekten Spielboden für seinen Bucovina Club abgab, ist sicher kein Wunder, denn der Hotspot am Main war und ist seit vielen Jahrzehnten die multinationale Metropole der Republik. Interkulturelles Leben und Arbeiten ist hier mit allen Brüchen, Verwerfungen und Schwierigkeiten längst zum prägenden Aspekt des Alltags geworden. Aber auch hier und jetzt bleibt Shantel nicht stehen und räumt mit dem großen Missverständnis auf, er sei der „König des Balkan-Pop“ und er wolle es gar sein, was er in einem Interview mit der BBC anlässlich der Verleihung des BBC-Worldmusic-Awards klarstellte: „Ich habe mit dieser Balkanmusik und diesem Hype eigentlich nichts am Hut. Mir ging es um meine Selbstverwirklichung als Musiker, als Künstler. Deshalb interessieren mich viele Sounds, nicht nur der des Balkans.“ Mit diesem kreativen Ansatz ist Shantel das hörbare Gesicht eines anderen Deutschlands, ist er doch der erste, der der hiesigen Popkultur einen kosmopolitischen Sound einimpfte. Bei ihm ist Migration hör- und tanzbar. Musikalische Preziosen aus Südosteuropa, dem nahen Osten oder vom Mittelmeer erscheinen in einem neuen, vielschichtigen Kontext, damit wird auch die Kultur, aus der sie entstammen, intuitiv erfahrbar. Seine Methode ist kulturelles Mixing und Sampling: Dinge aus dem Zusammenhang reißen und in einen neuen überführen. Clubkultur als Konzept, das sich permanent weiterentwickelt und nicht als Museum, in dem das ewig Gleiche repetiert wird – wie in Berlin, wo tausende von Touristen vor dem Berghain warten, um das Vorhersehbare erleben zu dürfen.

SHANTEL & DAS BUCOVINA CLUB ORKESTAR / SOUNDSYSTEM ::: DISKO PARTIZANI

Dienstag, 22. Dezember

Di, 22. Dez 2026, 20:00

SAXOFOUR: DAS WEIHNACHTSPROGRAMM DER SAXOPHONISTISCHEN GLÜCKSELIGKEIT.

Es wohnt ein friedlich Ton in meinem Saxophon: Wo ein Wunder ist, ist auch ein Lied. Es beschert: die Elite der österrichischen Saxophonie! Florian Bramböck, Wolfgang Puschnig, Klasu Dickbauer & Christian Maurer.

@ Treibhaus Innsbruck

SAXOFOUR: DAS WEIHNACHTSPROGRAMM DER SAXOPHONISTISCHEN GLÜCKSELIGKEIT.

Sonntag, 27. Dezember

So, 27. Dez 2026, 19:30

MARKUS KOSCHUH: JAHRMARKT DER HEITERKEITEN 2026

Koschuhs traditioneller Jahresrückblick. Wenn der gelernte Hofnarr an der Uhr dreht, dann wird´s so richtig witzig. Ein Jahr kann erst abgehakt werden, wenn es ordentlich ausgelacht wurde. Regie: Harald Windisch

@ Treibhaus Innsbruck

MARKUS KOSCHUH: JAHRMARKT DER HEITERKEITEN 2026

Montag, 28. Dezember

Mo, 28. Dez 2026, 19:30

MARKUS KOSCHUH: JAHRMARKT DER HEITERKEITEN 2026

Koschuhs traditioneller Jahresrückblick. Wenn der gelernte Hofnarr an der Uhr dreht, dann wird´s so richtig witzig. Ein Jahr kann erst abgehakt werden, wenn es ordentlich ausgelacht wurde. Regie: Harald Windisch

@ Treibhaus Innsbruck

MARKUS KOSCHUH: JAHRMARKT DER HEITERKEITEN 2026