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München

In zentraler Innenstadtlage, in unmittelbarer Nähe zum Stachus bietet, das prachtvolle Münchner Künstlerhaus ein vielfältiges anspruchsvolles Veranstaltungsprogramm. Neben regelmäßigen Ausstellungen im Loft finden im Festsaal sowohl klassische Konzerte als auch regelmäßig Jazz-Konzerte, Kabarett-Programme, sowie Konzerte speziell für Kinder statt. Der Gauklerball, der alljährlich während der Faschingssaison im ganzen Künstlerhaus veranstaltet wird, knüpft an die glanzvolle Geschichte des Hauses an. Das Münchner Künstlerhaus wurde im März 1900 von Prinzregent Luitpold als Künstler-Treffpunkt eröffnet. Bei rauschenden Maskenbällen und Künstlerfesten gaben sich in den frühen Jahren viele namhafte Münchner Künstler wie Franz von Lenbach, Franz von Stuck, die Architektenbrüder Seidl sowie Otto Falckenberg die Klinke in die Hand. Nach mehreren längeren Unterbrechungen wird der Gauklerball seit 2001 wieder alljährlich veranstaltet. Das gesamte Haus wird jedes Jahr zu einem anderen Motto aufwändig dekoriert damit die Münchner*innen in ihren ebenso fantasievollen Kostümen bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen feiern können. Heute gehört der Gauklerball im Münchner Künstlerhaus wieder zu den schönsten Kostümbällen der Stadt. Herzstück des prunkvollen Gebäudes ist seit jeher der Festsaal. Nachdem er Ende des Zweiten Weltkriegs vollständig zerstört wurde, dauerte es bis 1961 bis der Festsaal im historischen Stil neugestaltet wiedereröffnet werden konnte. Porträts von Franz von Lenbach sowie opulente Stillleben von Franz Snyders verleihen dem Saal historischen Glanz. Bei bestuhlten Konzerten finden bis zu 275 Gäste im Parkett und auf der Galerie Platz.

Adresse

Lenbachplatz 8, 80333 München, DE

Münchner Künstlerhaus

Münchner Künstlerhaus

Bildquelle ↗
Münchner Künstlerhaus

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Events an diesem Ort

Mittwoch, 3. März 2027

Mi, 3. Mär 2027 · Uhrzeit noch unbekannt

Der kleine Prinz: Modernes Ballett von Ada Ramzews

@ Münchner Künstlerhaus

Der kleine Prinz: Modernes Ballett von Ada Ramzews Die weltberühmte Erzählung des «Kleinen Prinzen» als modernes Ballett für die ganze Familie mit Tänzerinnen und Tänzern der Benedict Manniegel Dance Company in einer Inszenierung von Ada Ramzews. Antoine de Saint-Exupérys 1943 erstmals erschienener «Le Petit Prince» erzählt die tiefsinnige, magische und rätselhafte Geschichte eines Piloten, der mitten in der Wüste abstürzt und dort den kleinen Prinzen trifft. Dieses bemerkenswerte Kind berichtet ihm von seiner Reise über verschiedene Asteroiden bis zur Erde, seiner Liebe zu einer Rose und seinen Begegnungen mit Menschen, wie dem König oder dem Laternenanzünder, oder Tieren wie der Schlange oder dem Fuchs. Auf der gemeinsamen Suche nach dem rettenden Brunnen entwickeln die Zwei einen Dialog, in dem elementare Fragen und Themen des «Menschseins» mit unvergleichlicher Leichtigkeit und zugleich psychologisch-philosophischer Tiefe verhandelt werden: Die Kostbarkeit von Zeit, die Unendlichkeit der Vorstellungskraft, die Absurditäten des «Erwachsenseins» mit seinen Zahlen, Worten und Regeln - und allem voran die Bedeutung von Beziehung, Begegnung und Bewegung. «Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.» ist das wohl zentralste Zitat aus dem Weltbestseller. Dieses «Mit dem Herzen Sehen» ist auch ein wesentlicher Aspekt von Tanz, der eine Sprache jenseits von Worten und Rationalität verkörpert und in seiner Ausdrucksvielfalt jene Magie der Beziehungen und der Vorstellungskraft sowie tiefer, «naiver» Menschlichkeit spürbar machen kann, für die «Der kleine Prinz» steht. Ada Ramzews‘ Inszenierung als modernes Handlungsballett übersetzt die literarische Vorlage in eine reine Tanzerzählung, die von der Sehnsucht eines Erwachsenen nach dem lebt, was ihm die Zahlen und Worte, Jahre und Aufgaben, Stück für Stück nehmen: sein Kindsein.

Ein darsteller des Kleinen Prinzen in weißer Kleidung und einer Krone auf dem Kopf in einer fliegenden Bewegung
Peter Werner
Mi, 3. Mär 2027, 19:00

Der kleine Prinz: Modernes Ballett von Ada Ramzews

@ Münchner Künstlerhaus

Der kleine Prinz: Modernes Ballett von Ada Ramzews Die weltberühmte Erzählung des «Kleinen Prinzen» als modernes Ballett für die ganze Familie mit Tänzerinnen und Tänzern der Benedict Manniegel Dance Company in einer Inszenierung von Ada Ramzews. Antoine de Saint-Exupérys 1943 erstmals erschienener «Le Petit Prince» erzählt die tiefsinnige, magische und rätselhafte Geschichte eines Piloten, der mitten in der Wüste abstürzt und dort den kleinen Prinzen trifft. Dieses bemerkenswerte Kind berichtet ihm von seiner Reise über verschiedene Asteroiden bis zur Erde, seiner Liebe zu einer Rose und seinen Begegnungen mit Menschen, wie dem König oder dem Laternenanzünder, oder Tieren wie der Schlange oder dem Fuchs. Auf der gemeinsamen Suche nach dem rettenden Brunnen entwickeln die Zwei einen Dialog, in dem elementare Fragen und Themen des «Menschseins» mit unvergleichlicher Leichtigkeit und zugleich psychologisch-philosophischer Tiefe verhandelt werden: Die Kostbarkeit von Zeit, die Unendlichkeit der Vorstellungskraft, die Absurditäten des «Erwachsenseins» mit seinen Zahlen, Worten und Regeln - und allem voran die Bedeutung von Beziehung, Begegnung und Bewegung. «Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.» ist das wohl zentralste Zitat aus dem Weltbestseller. Dieses «Mit dem Herzen Sehen» ist auch ein wesentlicher Aspekt von Tanz, der eine Sprache jenseits von Worten und Rationalität verkörpert und in seiner Ausdrucksvielfalt jene Magie der Beziehungen und der Vorstellungskraft sowie tiefer, «naiver» Menschlichkeit spürbar machen kann, für die «Der kleine Prinz» steht. Ada Ramzews‘ Inszenierung als modernes Handlungsballett übersetzt die literarische Vorlage in eine reine Tanzerzählung, die von der Sehnsucht eines Erwachsenen nach dem lebt, was ihm die Zahlen und Worte, Jahre und Aufgaben, Stück für Stück nehmen: sein Kindsein.

Ein darsteller des Kleinen Prinzen in weißer Kleidung und einer Krone auf dem Kopf in einer fliegenden Bewegung
Peter Werner

Samstag, 6. März 2027

Sa, 6. Mär 2027, 19:30

Edgar Selge & Franziska Walser: Die Duineser Elegien

@ Münchner Künstlerhaus

Edgar Selge und Franziska Walser in dunkler Kleidung sitzen nebeneinander vor neutralem Hintergrund und blicken in die Kamera.
Karin Rocholl

Dienstag, 16. März 2027

Di, 16. Mär 2027 · Uhrzeit noch unbekannt

Zwergerlmusik II / Puddings Zaubershow / von 3-6 Jahren

@ Münchner Künstlerhaus

Zwei Personen stehen mit einer großen Pinguinfigur vor einem goldfarbenen Bühnenvorhang. Die Pinguinfigur steht auf einer Transportkiste.
BR / Markus Konvalin
Di, 16. Mär 2027 · Uhrzeit noch unbekannt

Zwergerlmusik II / Puddings Zaubershow / von 3-6 Jahren

@ Münchner Künstlerhaus

Zwei Personen stehen mit einer großen Pinguinfigur vor einem goldfarbenen Bühnenvorhang. Die Pinguinfigur steht auf einer Transportkiste.
BR / Markus Konvalin
Di, 16. Mär 2027 · Uhrzeit noch unbekannt

Zwergerlmusik II / Puddings Zaubershow / von 3-6 Jahren

@ Münchner Künstlerhaus

Zwei Personen stehen mit einer großen Pinguinfigur vor einem goldfarbenen Bühnenvorhang. Die Pinguinfigur steht auf einer Transportkiste.
BR / Markus Konvalin

Sonntag, 21. März 2027

So, 21. Mär 2027 · Uhrzeit noch unbekannt

6. Kammerkonzert der Münchner Philharmoniker

@ Münchner Künstlerhaus

Orchester bei einem Konzert mit Dirigent auf der Bühne, vor großem Publikum in einem Konzertsaal.
Co März

Samstag, 10. April 2027

Sa, 10. Apr 2027, 19:30

Benno Fürmann: Ohr ab! - Das wilde Leben von van Gogh, Monet & Co.

@ Münchner Künstlerhaus

Benno Fürmann: Ohr ab! - Das wilde Leben von van Gogh, Monet & Co. Verkannt, verspottet und doch voller Leidenschaft: Die Maler des Impressionismus kämpften für eine neue Sicht auf die Welt. Benno Fürmann lässt ihre bewegten und dramatischen Lebensgeschichten lebendig werden. Mit ihrem Motto »Farbe, Licht und Leidenschaft« revolutionierten sie nicht nur die Kunst, sondern auch die Wahrnehmung der Menschen. Ihre Werke sind weltberühmt - doch viele der Dramen und Geschichten, die sich hinter den Kulissen der ikonischen Bilder abspielten, liegen bis heute im Verborgenen. Trotz heftiger Widerstände folgten die Künstler unbeirrbar ihrer Vision: Von Kritikern verspottet und von Geldsorgen geplagt, widmeten sie sich einer Malerei, die das Flüchtige und Veränderliche des Augenblicks festhält und Schönheit im Alltäglichen findet. Ihren öffentlichen Durchbruch erlebten sie 1874 mit der ersten Ausstellung einer Gruppe um Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir und Edgar Degas in Paris. Der Begriff »Impressionismus« geht dabei auf Monets Gemälde »Impression, soleil levant« zurück. Heute sind die Bilder des Impressionismus allgegenwärtig, zieren auch Tassen, Stoffe und Kugelschreiber. Die bewegten und dramatischen Lebensgeschichten der Künstler aber wurden bislang selten erzählt. Dieser Abend ist dem Blick hinter die farbenfrohen Kulissen gewidmet: Benno Fürmann lässt die großen Impressionisten - ebenso wie eng verbundene Künstler wie Gauguin und Van Gogh - in spannenden und berührenden Erzählungen lebendig werden. Mit der fein dazu abgestimmten Musik machen Carolyn Breuer (Saxofon), Eugen Bazijan (Cello) und die Pianistin Isabel Lhotzky die faszinierende Epoche voller Umbrüche, Emotionen und künstlerischer Freiheit spürbar.37456

Benno Führmann lächelnd in schwarzer Kleidung vor dunklem hintergrund
Max Motel

Sonntag, 25. April 2027

So, 25. Apr 2027 · Uhrzeit noch unbekannt

7. Kammerkonzert der Münchner Philharmoniker

@ Münchner Künstlerhaus

Orchester bei einem Konzert mit Dirigent auf der Bühne, vor großem Publikum in einem Konzertsaal.
Co März

Dienstag, 27. April 2027

Di, 27. Apr 2027 · Uhrzeit noch unbekannt

Zwergerlmusik III / Kleine Forelle ganz groß / von 3-6 Jahren

@ Münchner Künstlerhaus

Gruppe von Kindern in blauen Tanzkostümen steht auf einer Bühne um eine Person, die zwischen Bettdecke und Stofftieren auf dem Boden liegt.
Ballettschule Ottobrunn / Andrea Beyer
Di, 27. Apr 2027 · Uhrzeit noch unbekannt

Zwergerlmusik III / Kleine Forelle ganz groß / von 3-6 Jahren

@ Münchner Künstlerhaus

Gruppe von Kindern in blauen Tanzkostümen steht auf einer Bühne um eine Person, die zwischen Bettdecke und Stofftieren auf dem Boden liegt.
Ballettschule Ottobrunn / Andrea Beyer
Di, 27. Apr 2027 · Uhrzeit noch unbekannt

Zwergerlmusik III / Kleine Forelle ganz groß / von 3-6 Jahren

@ Münchner Künstlerhaus

Gruppe von Kindern in blauen Tanzkostümen steht auf einer Bühne um eine Person, die zwischen Bettdecke und Stofftieren auf dem Boden liegt.
Ballettschule Ottobrunn / Andrea Beyer

Freitag, 30. April 2027

Fr, 30. Apr 2027, 19:30

Jule Ronstedt, Sophie von Kessel, Julia Koschitz & Anna Schudt: Menomorphosen

@ Münchner Künstlerhaus

Was für ein Quartett! Jule Ronstedt, Sophie von Kessel, Julia Koschitz und Anna Schudt bringen Ronstedts Bestseller »Menomorphosen« auf die Bühne - mit Witz, Schärfe und mitreißendem Spiel. Das Buch ist ein ‚literarischer Hormoncocktail‘: heiß, unberechenbar und sehr wirksam. In 26 Geschichten stehen Frauen mitten im Leben - und manchmal am Rand des Wahnsinns. Ob am Altkleidercontainer, in der gynäkologischen Praxis, im leergeräumten Kinderzimmer oder beim ersten Date: Mit radikalem Humor, poetischer Kraft und großer Ehrlichkeit erzählen die Figuren von Aufbrüchen und Abstürzen, von Sehnsüchten, der Abwesenheit von Sex und der Suche nach einem neuen Ich. Die Schauspielerin, Regisseurin und Autorin Jule Ronstedt zeigt in ihrem ersten Buch schonungslos und zugleich humorvoll, was passiert, wenn Frauen in der Menopause nicht leise verschwinden, sondern sichtbar bleiben - wütend, wild und witzig. Gemeinsam mit Sophie von Kessel, Julia Koschitz und Anna Schudt bringt sie diese Stimmen nun in einer lebendigen Lesung auf die Bühne. Die Geschichten basieren auf vielen Gesprächen mit Freundinnen sowie Recherchen bei Medizinerinnen und Experten. Sie erzählen von körperlichen Veränderungen, von Abschieden und Neuanfängen, von Krisen - und der Kraft weiblicher Freundschaften. Ein Abend voller Humor, Ehrlichkeit und überraschender Einsichten - für alle, die schon einmal gedacht haben: „Ich bin nicht mehr die Alte - und das ist gut so.“ Im Anschluss an die Lesung (ohne Pause) hat das Publikum Gelegenheit, den Künstlerinnen Fragen zu stellen.

Collage von vier Bildern der Künstlerinnen Jule Ronstedt, Sophie von Kessel, Julia Koschitz und Anna Schudt
Jule Ronstedt: Catherina Hess / Anna Schudt: Jeanne Degraa /Julia Koschitz: Max Motel / Sophie von Kessel: Christian Schoppe

Sonntag, 6. Juni 2027

So, 6. Jun 2027 · Uhrzeit noch unbekannt

8. Kammerkonzert der Münchner Philharmoniker

@ Münchner Künstlerhaus

Orchester bei einem Konzert mit Dirigent auf der Bühne, vor großem Publikum in einem Konzertsaal.
Co März

Samstag, 17. Juli 2027

Sa, 17. Jul 2027, 19:30

Nicholas Ofczarek & Tamara Metelka - Franz Kafka: ''MILENA!''

@ Münchner Künstlerhaus

Nicholas Ofczarek & Tamara Metelka - Franz Kafka: ''MILENA!'' Die Beziehung zwischen Franz Kafka und Milena Jesenská zählt zu den bewegendsten literarischen Liebesgeschichten des 20. Jahrhunderts und wird von dem außergewöhnlichen Schauspielerehepaar Tamara Metelka und Nicholas Ofczarek eindrucksvoll zum Leben erweckt. Zwischen dem Dichter und der jungen angehenden Journalistin entsteht zu Beginn des Jahres 1920 in Wien eine leidenschaftliche und zugleich zutiefst widersprüchliche Verbindung. Als die 23-jährige Milena im Prager Künstlercafé Arco auf Kafka trifft und seine Texte ins Tschechische übersetzen möchte, beginnt eine Beziehung, die beide nachhaltig prägt. Rasch entwickelt sich daraus eine intensive Liebe, getragen von Nähe und Distanz – erschwert durch Milenas Ehe in Wien und Kafkas Leben in Prag. Persönlich begegnen sie sich nur zweimal: wenige Tage in Wien und in Gmünd. Umso bedeutender wird ihr dichter, leidenschaftlicher Briefwechsel, der als »Briefe an Milena« in die Literaturgeschichte einging. Milenas eigene Briefe an Kafka sind verloren – vermutlich nach seinem Tod auf ihren Wunsch vernichtet. Kafkas Briefe erschienen 1952 zunächst auf Englisch in New York und machten Milena über Nacht bekannt, obwohl ihr Name in der ersten Ausgabe noch nicht vollständig genannt wurde. In der fesselnden Textfassung von Tamara Metelka treten Kafkas Briefe, ergänzt um ausgewählte Kurztexte, in einen Dialog mit Milenas Briefen an Max Brod, ihren journalistischen Arbeiten sowie ihrem scharfzüngigen Nachruf auf Franz Kafka, der wenige Tage nach seinem Tod erschien. Inszeniert als literarisch-musikalische Begegnung wird der Austausch von Metelka und Ofczarek als Milena und Kafka durch die Violine von Nikolai Tunkowitsch emotional überaus eindrucksvoll verstärkt

Drei Personen in schwarzen Oberteilen vor dunkelblauem Hintergrund: vorne zentriert mit grau‑dunklem Haar, dahinter links mit sehr kurzem Haar, rechts mit schwarzer Brille und hellbraunem Haar.
Nadine Poncioni

Sonntag, 18. Juli 2027

So, 18. Jul 2027, 19:00

Nicholas Ofczarek & Tamara Metelka: Franz Kafka - MILENA!

@ Münchner Künstlerhaus

Nicholas Ofczarek & Tamara Metelka - Franz Kafka: ''MILENA!'' Die Beziehung zwischen Franz Kafka und Milena Jesenská zählt zu den bewegendsten literarischen Liebesgeschichten des 20. Jahrhunderts und wird von dem außergewöhnlichen Schauspielerehepaar Tamara Metelka und Nicholas Ofczarek eindrucksvoll zum Leben erweckt. Zwischen dem Dichter und der jungen angehenden Journalistin entsteht zu Beginn des Jahres 1920 in Wien eine leidenschaftliche und zugleich zutiefst widersprüchliche Verbindung. Als die 23-jährige Milena im Prager Künstlercafé Arco auf Kafka trifft und seine Texte ins Tschechische übersetzen möchte, beginnt eine Beziehung, die beide nachhaltig prägt. Rasch entwickelt sich daraus eine intensive Liebe, getragen von Nähe und Distanz – erschwert durch Milenas Ehe in Wien und Kafkas Leben in Prag. Persönlich begegnen sie sich nur zweimal: wenige Tage in Wien und in Gmünd. Umso bedeutender wird ihr dichter, leidenschaftlicher Briefwechsel, der als »Briefe an Milena« in die Literaturgeschichte einging. Milenas eigene Briefe an Kafka sind verloren – vermutlich nach seinem Tod auf ihren Wunsch vernichtet. Kafkas Briefe erschienen 1952 zunächst auf Englisch in New York und machten Milena über Nacht bekannt, obwohl ihr Name in der ersten Ausgabe noch nicht vollständig genannt wurde. In der fesselnden Textfassung von Tamara Metelka treten Kafkas Briefe, ergänzt um ausgewählte Kurztexte, in einen Dialog mit Milenas Briefen an Max Brod, ihren journalistischen Arbeiten sowie ihrem scharfzüngigen Nachruf auf Franz Kafka, der wenige Tage nach seinem Tod erschien. Inszeniert als literarisch-musikalische Begegnung wird der Austausch von Metelka und Ofczarek als Milena und Kafka durch die Violine von Nikolai Tunkowitsch emotional überaus eindrucksvoll verstärkt.

Drei Personen in schwarzen Oberteilen vor dunkelblauem Hintergrund: vorne zentriert mit grau‑dunklem Haar, dahinter links mit sehr kurzem Haar, rechts mit schwarzer Brille und hellbraunem Haar.
Nadine Poncioni