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München

Mit dem Einzug des Metropoltheaters in ein ehemaliges Kino in Freimann, begann 1998 eine kleine Erfolgsgeschichte im Münchner Norden. Von der Fachzeitschrift “Die deutsche Bühne” wurde das Metropoltheater wiederholt als “Bestes Off-Theater im deutschsprachigen Raum” ausgezeichnet. Auch bei den “Bayerischen Theatertagen” konnten sich in den vergangenen Jahren mehrere Produktionen über diverse Auszeichnungen freuen. Während inhaltlich aktuelle, gesellschaftspolitisch relevante Themen auf die Bühne gebracht werden, hat sich im Zuschauerraum ästhetisch der 50er-Jahre-Charme des alten Kinos erhalten. Der Saal bietet mit acht Sitzplatzreihen bis zu 160 Zuschauern Platz. Auch im Café, das erst 2013 als Anbau dazukam, wird die Nostalgie-Ästhetik liebevoll fortgeführt. Der Neubau bietet Sitzplätze für 80 Zuschauer und wird nicht nur für die Theatergastronomie genutzt, sondern dient auch als zweite Spielstätte für kleinere Veranstaltungen wie Lesungen, Liederabende oder Soloprogramme. Barrierefreiheit liegt dem Theater in besonderem Maße am Herzen: Seit 2018 werden in der Reihe “All Inclusive” Vorstellungen speziell für seheingeschränkte und gehörlose Menschen aufgeführt. In Kooperation mit “Hörfilm München” und dem “Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund e.V.” werden pro Spielzeit etwa drei verschiedene Vorstellungen mit Live-Audiodeskription und Gebärdensprachdolmetschern auf die Bühne gebracht. Außerdem erhielt das Metropoltheater bereits 2017 als erstes bayerisches Theater das Zeichen “Bayern barrierefrei – wir sind dabei” vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration verliehen.

Adresse

Floriansmühlstraße 5, 80939 München, DE

Metropoltheater

Metropoltheater

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Events an diesem Ort

Heute · Donnerstag, 29. Oktober

Do, 29. Okt 2026 · Uhrzeit noch unbekannt

RAUSCH (Druk)

@ Metropoltheater

RAUSCH (Druk) Nach dem gleichnamigen Film von Thomas Vinterberg und Tobias Lindholm Für die Bühne bearbeitet von Thomas Vinterberg und Claus Flygare Vier Lehrer. Vier Freunde. Eine Versuchsanordnung. Der immer gleiche Schulalltag hat sie alle stumpf werden lassen: Martin unterrichtet lustlos Geschichte, seine Kollegen kämpfen mit ähnlichen Zweifeln: an ihrem Beruf, ihren Beziehungen, ihrem Leben. Als sie auf die Theorie eines norwegischen Psychiaters stoßen, der behauptet, der Mensch komme mit einem halben Promille Alkohol zu wenig zur Welt, beschließen sie, den Selbstversuch zu wagen. Zunächst scheint das Unterfangen aufzugehen: Die Unsicherheit weicht neu gefundenem Selbstbewusstsein, der Unterricht gewinnt an Leidenschaft, Begegnungen werden intensiver, Routinen geraten ins Wanken und das Leben fühlt sich wieder lebendig an. Doch als das Experiment nach und nach außer Kontrolle gerät, entwickelt sich aus der euphorisierten Lebensfeier eine ungeahnt gefährliche Dynamik. Die Grenzen verschieben sich, und nicht jeder wird den Rausch unbeschadet überstehen. Mit Leichtigkeit, Lebenserfahrung und feinem Humor erzählt RAUSCH von der Sehnsucht nach einem erfüllteren Leben, von Freundschaft, vom Älterwerden und von der Versuchung, das Glück im nächsten Glas zu suchen. Die konzentrierte Bühnenfassung von Filmregisseur Thomas Vinterberg macht aus seinem vielfach ausgezeichneten Filmstoff einen ebenso charmanten wie bewegenden Abend – voller Lebenslust, Melancholie und der Erkenntnis, dass zwischen Ekstase und Absturz nur ein sehr schmaler Grat liegt. Regie und Bühne: Jochen Schölch Kostüme: Sanna Dembowski Licht: Martin Hermann Mit Michele Cuciuffo, Hubert Schedlbauer, Jakob Tögel, Bijan Zamani „Wie hier surrealer Irrwitz und der latente protestantische Moralismus der Story funkensprühend zusammenprallen – darauf darf man ruhig einen heben.“ (Münchner Merkur) Vorstellungsdauer ca. 2 Std. 15 Min. (inklusive Pause) Produktion und Veranstalter: GbR Schöfl u.a. „Rausch“ Das Metropoltheater wird gefördert vom Kulturreferat der LH München

Bühnenfoto aus Rausch im Metropoltheater München mit vier Darstellenden auf Holzstühlen vor schwarzem Bühnenhintergrund, jeweils mit einem Getränk in der Hand, in unterschiedlicher Alltagskleidung
Metropoltheater

Freitag, 6. November

Fr, 6. Nov 2026, 19:30

Die Wahrheiten

@ Metropoltheater

DIE WAHRHEITEN von Lutz Hübner und Sarah Nemitz Jana und Erik beenden ihre 17-jährige Freundschaft zu Sonja und Bruno per SMS. Es möge bitte keine Nachfragen geben, man wolle die Entscheidung nicht weiter diskutieren. Nach den ersten Momenten der Fassungslosigkeit und Wut, beginnen Sonja und Bruno nach den möglichen Gründen zu suchen: Während Sonja Sorge hat, sie könnte Jana mit einem ihr kürzlich anvertrauten Geheimnis überfordert haben, ist sich Bruno sicher, man solle abgelegt werden, weil man nach Jahren der Unterstützung nun nicht mehr gebraucht werde. Erik hört unterdessen gerade von Jana, wie Bruno sie einst auf einem von ihr geleiteten Coachingseminar für Führungskräfte schutzlos im Stich gelassen hat. In der sich nun schlagartig in Gang setzenden Kommunikationslawine, die mal humorvoll, mal knallhart über die Protagonisten und uns rollt, erfahren wir nach und nach von immer mehr Ereignissen und Zusammenhängen, die die Freundschaft der beiden Paare jahrelang und oftmals ohne Wissen der Beteiligten bestimmt und nun zum endgültigen Bruch geführt haben. Nie sind die Figuren dabei pari in ihrem Wissensstand, stets weiß die eine schon oder noch mehr als die andere, so dass für jeden die „Wahrheit“ eine andere ist. Immer weiter entblättern sich diese Wahrheiten und offenbaren dabei schonungslos, wie fragil, ungleich und starr das Gefüge zwischen den Geschlechtern in Freundschaften und in Beziehungen immer noch ist. Machtmissbrauch, Grenzüberschreitungen, Vertrauensverlust, viel zu langes Schweigen - am Ende stehen große Themen unserer Zeit im Raum... und alles ist anders. Regie Jochen Schölch Bühne Thomas Flach Kostüme Cornelia Petz Licht Hans-Peter Boden Dramaturgie Katharina Schöfl Mit Michele Cuciuffo, Katharina Müller-Elmau, Mara Widmann, Bijan Zamani „Tempo, Timing, Tonfall - wie allerfeinste Zahnrädchen greifen sie an diesem Abend ineinander. (…) Es sind intensive 100 Minuten, keinen Moment verliert sich die Spannung auf der Bühne.“ (Süddeutsche Zeitung) Vorstellungsdauer ca. 1 Std. 50 Min. (keine Pause) Produktion und Veranstalter: GbR Flach u.a. „Die Wahrheiten“ Das Metropoltheater wird gefördert vom Kulturreferat der LH München

Bühnenfoto aus Die Wahrheiten mit zwei Darstellenden vor schwarzem Hintergrund, eine Person sitzt auf einem blauen Podest und hebt die Hand, die andere sitzt davor auf dem Boden mit ausgebreiteten Armen, beide in dunkler Freizeitkleidung.
Metropoltheater

Freitag, 13. November

Fr, 13. Nov 2026, 19:30

A Thousand Kisses Deep

@ Metropoltheater

A THOUSAND KISSES DEEP Eine Verneigung vor Leonard Cohen Im Grunde müsste es natürlich heißen: Eine Verneigung vor dem Phänomen Leonard Cohen. der kanadischen Singer-Songwriter-Legende, der darüber hinaus so viel mehr war, Schriftsteller, Poet, Maler... Wo landet man, wenn man sich auf die Suche nach diesem Phänomen begibt? Die Bescheidenheit "There is a crack, a crack in everything, that's how the light gets in" – ein Zitat, das Cohen gut zusammenfasst. Dunkel und Licht. Ein Künstler, der ein Leben lang mit Depression kämpft und trotzdem nie den Humor verliert, weder in seinen Texten noch auf der Bühne. Immer in sich ruhend, bescheiden. Noch in seinen letzten Interviews spricht er darüber, dass er nicht singen kann und das auch nie konnte. Man kann lange suchen und wird keine von ihm ausgelösten Skandale finden – sehr untypisch für einen Rockstar seines Kalibers. Wobei „Folkstar“ vermutlich die korrektere Bezeichnung wäre. Woher kommt diese Bescheidenheit, wie beeinflusst sie sein Schaffen? Die Sprache Nie kann man von Cohen sprechen, ohne die Sprache und die Bedeutung, die sie für ihn hatte, zu erwähnen. Immer wieder sagt er, der zunächst Autor war, dass Sprache das ihn antreibende Element und Poesie sein großes Thema ist – weshalb hinter quasi jedem Cohen-Song eine Geschichte steht. Kein einziger Song ist Zufall, keiner ohne große Bedeutung geschrieben. Im Gegenteil, steckt nicht sogar immer eine (oft persönliche) Geschichte dahinter oder eine philosophische Auseinandersetzung? Die Frauen In der Presse wird Cohen als „besessen von ihnen“ beschrieben. Immer wieder widmet er den Frauen in seinem Leben Songs - wer sind diese Menschen, die ihn inspiriert, unterstützt, gefördert haben, und was sind ihre gemeinsamen Geschichten? „A Thousand Kisses Deep“ geht diesen Fragen auf den Grund, anhand von biografischen Eckpunkten, Anekdoten, Texten und – natürlich - annähernd 15 Songs. Das Phänomen Cohen in seiner Gänze zu ergründen ist dabei kaum möglich, auf eine Annäherung indes darf gehofft werden. Von und mit Kathrin von Steinburg und Jakob Tögel "Den Schmelz und den Spirit haben die [beiden] (...) kitschfrei nicht einfach reproduziert, sondern sie finden einen eigenen Sound. Vor allem ihr Duettgesang lässt ein wenig ahnen, wie sich eine Tiefe von tausend Küssen anfühlen könnte. Nach 90 Minuten will sie eigentlich niemand gehen lassen..." (Abendzeitung) Vorstellungsdauer ca. 1 Std. 25 Min. (keine Pause)

Foto für die Veranstaltung ‚A Thousand Kisses Deep‘ in Schwarz-Weiß mit den beiden Künstlern
Metropoltheater

Samstag, 28. November

Sa, 28. Nov 2026, 19:30

Der fünfte Schritt

@ Metropoltheater

DER FÜNFTE SCHRITT von David Ireland James, um die 60 und seit vielen Jahren trocken, ist überzeugt: Die Zwölf Schritte der Anonymen Alkoholiker funktionieren – wenn man bereit ist, sich ihnen ehrlich zu stellen. Als Sponsor soll er den jungen Lukas begleiten, der zwar mit dem Trinken aufhören möchte, aber wenig Interesse daran hat, sich belehren zu lassen. Scharfzüngig, intelligent und respektlos hinterfragt Lukas alles: den Glauben, die Moral, die Idee persönlicher Schuld und Verantwortung – und nicht zuletzt James selbst. Aus den regelmäßigen Treffen beider Männer entwickelt sich ein ebenso humorvoller wie intensiver Schlagabtausch, bei dem beide zunehmend die Kontrolle über das Gespräch und das Vertrauen in einander verlieren. Was als ungleiches Mentor-Schüler-Verhältnis beginnt, verwandelt sich nach und nach in ein psychologisches Kräftemessen voller Schlagfertigkeit, Reibung und überraschender Wendungen, bei dem beide gezwungen sind, ihre Vergangenheit, Überzeugungen und eigenen Wahrheiten zu hinterfragen. Denn je näher James und Lukas dem "Fünften Schritt" kommen, desto brüchiger werden ihre Gewissheiten. Mit messerscharfen Dialogen, gewohnt trockenem britischem Witz und großer Menschenkenntnis erzählt David Ireland von Sucht und Abstinenz, Scham und Verantwortung, von Glauben, Vergebung und der Sehnsucht nach einem Neuanfang. Ein kluges, komisches und zugleich berührendes Kammerspiel, das so unterhaltsam wie existenziell die einfache Frage stellt, warum es oft so schwer ist, die Wahrheit über sich selbst auszusprechen. Regie und Bühne - Jochen Schölch Kostüme - Sanna Dembowski Licht - Martin Hermann Mit Sebastian Griegel und Matthias Grundig Produktion und Veranstalter: GbR Schölch u.a. „Rausch“ Das Metropoltheater wird gefördert vom Kulturreferat der LH München

Grafik eines Hasen mit Hangen Ohren in braun auf hellgelbem Hintergrund
Metropoltheater