Zum Inhalt springen
← Zurück zu den Orten
München

Bei dem Begriff “Volkstheater” mag man im ersten Moment vielleicht an eine altbackene, leicht verstaubte Theatergattung denken. Doch was im Münchner Volkstheater an der Tumblingerstraße gezeigt wird, ist alles andere als altbacken. Unter der Intendanz von Christian Stückl wird Volkstheater im besten Wortsinn als Theater für jede Münchnerin auf die Bühne gebracht. Hier steht ein junges und spielwütiges Ensemble in modernen, auch mal provokativen Inszenierungen auf der Bühne. Auf dem Spielplan stehen sowohl Klassiker als auch Gegenwartsdramatik, sporadisch auch Lesungen und Konzerte. Die künstlerische Ausrichtung auf zeitgenössische Inszenierungen und die Arbeit von Nachwuchsregisseuren spiegelt sich auch im Radikal jung Festival wider. Seit 2005 werden jedes Jahr im Frühling herausragende junge Regisseure zum Festival ins Volkstheater eingeladen, die sich mit ihren Arbeiten in der deutschsprachigen Theaterlandschaft hervorgetan haben. Ergänzend zu den eingeladenen Produktionen findet ein Rahmenprogramm mit Publikumsgesprächen mit den jeweiligen Regisseuren statt. Gegründet wurde das Münchner Volkstheater bereits 1983 zunächst unter der Intendanz von Jörg-Dieter Haas, ab 1988 prägte Ruth Drexel als Regisseurin und Intendantin den Stil des Volkstheaters maßgeblich. Im Oktober 2002 begann schließlich mit der Intendanz von Christian Stückl eine neue Ära am Volkstheater. Erst seit wenigen Jahren befindet sich das Volkstheater an seinem heutigen Standort in der Tumblingerstraße. Nachdem das Haus am Stiglmaierplatz, wo das Volkstheater ursprünglich über viele Jahre beheimatet war, baufällig war, wurde der Neubau auf dem Viehhofgelände dringend nötig. Seit Herbst 2021 kann das Ensemble im modernen Neubau drei Aufführungsflächen nutzen: Der Hauptsaal bietet Platz für etwa 600 Zuschauer. Die Bühne, die auch über einen Orchestergraben verfügt, wurde so geplant, dass Bühnenbilder sehr schnell auf- und abgebaut werden können und zum Beispiel in ein unterirdisches Lager gefahren werden können. Neben der Hauptbühne gibt es zwei kleinere Spielflächen: die Probebühne und eine multifunktionale Spielfläche für 250 sitzende bis zu 400 stehende Zuschauer.

Adresse

Tumblingerstraße 29, 80337 München, DE

Münchner Volkstheater

Münchner Volkstheater

Bildquelle ↗

Events an diesem Ort

Montag, 16. November

Mo, 16. Nov 2026, 20:00

Volksshow

@ Münchner Volkstheater | Bühne 1

Volksshow
Felix Schmitt

Donnerstag, 19. November

Freitag, 20. November

Sonntag, 22. November

So, 22. Nov 2026, 11:01

GROßE MATINÉE DER SAUBANDE

@ Münchner Volkstheater | Bühne 1

GROßE MATINÉE DER SAUBANDE

Montag, 23. November

Dienstag, 24. November

Di, 24. Nov 2026, 20:00

Fischer Fritz

@ Münchner Volkstheater | Bühne 1

Fischer Fritz von Raphaela Bardutzky Nach einem Schlaganfall ist es mit dem Fischen endgültig vorbei für den alten Fischer Fritz. Aber aus dem Haus am Fluss auszuziehen, in dem bereits sein Vater und sein Großvater dem Familiengewerbe nachgingen, kommt für den Witwer nicht in Frage. Franz, sein einziger Sohn, ist ihm leider keine große Hilfe, hat er doch der Provinz den Rücken gekehrt, um einen Friseursalon in München zu eröffnen. Er will weder die Fischerei weiterführen noch den Vater pflegen. Da sich Fritz gegen einen Umzug ins Pflegeheim sträubt, wird mit Piotra eine polnische Pflegekraft engagiert, die ins bayerische Hinterland zieht, um die Versorgung des ehemaligen Fischers zu übernehmen. Sechs Tage die Woche rund um die Uhr kümmert sie sich um den alten mürrischen Mann. Neben dem Musikhören besteht Piotras einzige Möglichkeit der engen Welt zu entkommen, im Chatten mit Borys, dem Busfahrer, der sie hergebracht hat und eventuell auch wieder abholen wird. Die anfängliche Distanz zwischen Piotra und Fritz, die vor allem auf Verständigungsschwierigkeiten beruht, löst sich mit der Zeit allerdings auf, weil Piotra genau weiß, wie man frischen Fisch für Fischer Fritz zubereitet. Die Münchner Autorin Raphaela Bardutzky lässt ihre Figuren auf unbeschwerte Weise äußere Zuschreibungen ablegen und die Perspektive des Gegenübers oder gar einer Erzählinstanz einnehmen. Mit großer Empathie hinterfragt dieses zungenbrecherische Sprachspiel dabei unsere Vorstellungen von Heimat, Alter und Fremdheit.

Drei Darsteller*innen in weißen Kitteln, eine Dame mit einem Notizblock
Gabriela Neeb

Mittwoch, 25. November

Donnerstag, 26. November

Samstag, 28. November

Sa, 28. Nov 2026, 18:00

Der Brandner Kaspar und das ewig´ Leben

@ Münchner Volkstheater | Bühne 1

Der Brandner Kaspar
Gabriela Neeb

Sonntag, 29. November

Montag, 30. November

Mo, 30. Nov 2026, 20:00

Mona Ameziane & Christine Westermann

@ Münchner Volkstheater | Bühne 1

Mona Ameziane & Christine Westermann Wann wusstest du, dass es gut wird? Über das Leben und seine Geheimnisse Im Herbst 2026 gehen Christine Westermann und Mona Ameziane gemeinsam auf Lesetour zu ihrem ersten gemeinsamen Buch "Wann wusstest du, dass es gut wird? Über das Leben und seine Geheimnisse", das am 1. Oktober 2026 erscheint. Auf der Bühne setzen die beiden das fort, was im Buch beginnt: ehrliche, warme und überraschend tiefe Gespräche über Antrieb, Glück, Liebe, Körper, Glaube und das, was noch kommt. Zwei Freundinnen und zehn inspirierende Begegnungen: Christine Westermann und Mona Ameziane sprechen mit Humor und Wärme über die ganz großen Fragen. Das Ergebnis ist wunderbar leichtfüßig, tiefgründig und inspirierend. Und ein Anlass, sich selbst und die besten Freund*innen zu befragen. Wie viel hat Liebe mit Sehnsucht zu tun? Stellst du dir manchmal vor, wie dein Leben ohne Arbeit wäre? Wann hast du verstanden, was Glück ist? Es sind die Gespräche zweier Frauen aus verschiedenen Generationen, die sich gut kennen und doch noch ganz viel über die andere erfahren wollen. Und über das Leben. In ihrem Podcast haben Mona und Christine in den vergangenen Jahren um die großen Themen bewusst einen Bogen gemacht – nun ist es so weit: Zehn Kapitel voller überraschender Geschichten und Denkanstöße. Was als intime Begegnung zwischen zwei Freundinnen gedacht war, wird auf ihrer Tour zu einem Abend, der das Publikum einlädt, selbst innezuhalten und vielleicht sogar die eigenen Antworten zu finden.

Portrait von Mona Ameziane und Christine Westermann vor hellem Hintergrund. Eine Person mit rotem Haar trägt eine blaue Bluse und blickt in die Kamera, während die andere Person in heller Jacke und Jeans seitlich zu der ersten Person gewandt ist.
Lena Heckl

Mittwoch, 2. Dezember

Mi, 2. Dez 2026, 19:30

Appropriate (Was sich gehört)

@ Münchner Volkstheater | Bühne 1

Appropriate (Was sich gehört) Deutsch von Christine Richter-Nilsson und Bo Magnus Nilsson von Branden Jacobs-Jenkins Arkansas, im Jahr 2011. Drei Geschwister kommen im Anwesen ihres kürzlich verstorbenen Vaters zusammen: Toni, die den Vater pflichtbewusst gepflegt hat; Bo, Yale-Absolvent und Jurist, der inzwischen mit seiner Familie in New York lebt; und Frank, dessen Drogen- und Alkoholeskapaden die Familie seit jeher belasten. Das Haus soll bereits am nächsten Tag versteigert werden, und die Aussicht auf das Erbe spitzt die alten Konflikte zwischen den dreien weiter zu. Da taucht im Haus plötzlich ein Fotoalbum auf, bis obenhin gefüllt mit Bildern von Lynchmorden an nicht-weißen Menschen und anderen rassistischen Gewalttaten. Es wirft ein neues Licht auf die politische Haltung ihres Vaters und zwingt die Geschwister, sich nun auch mit seinem ideologischen Erbe auseinanderzusetzen. Branden Jacobs-Jenkins, amerikanischer Dramatiker, MacArthur-Stipendiat und diesjähriger Pulitzer-Preisträger in der Kategorie Theater, zählt zu den bedeutendsten Stimmen des zeitgenössischen US-Theaters. Seit seinem Debüt "Neighbors" (2010) hat er zahlreiche Stücke veröffentlicht, die unter anderem am Broadway uraufgeführt wurden. Im Zentrum seines Schaffens steht eine gleichermaßen produktive wie provokante Auseinandersetzung mit Fragen nach Herkunft, Klasse und Identität. Mit "Appropriate" eignet sich Jacobs-Jenkins das tradierte Genre des amerikanischen Familiendramas subversiv an und wirft dabei einen schonungslosen Blick auf den historischen wie gegenwärtigen Rassismus in den USA.

Eine rot gekleidete Dame und ein Herr Stehen auf einer Bühne mit einem Wald im Hintergrund, ein Koffer vorne
Arno Declair

Freitag, 4. Dezember

Fr, 4. Dez 2026, 19:30

ALIEN DISKO #7

@ Münchner Volkstheater | Bühne 1

Gruppenfoto von fünf Personen in leuchtend orangefarbenen Kostümen vor einer blauen Lokomotive in einem Bahndepot. Die Personen tragen farbige Kopfbedeckungen und Sonnenbrillen und posieren symmetrisch vor der Lok auf den Gleisen.
Arnold Anani

Sonntag, 6. Dezember

So, 6. Dez 2026, 20:00

Dominik Eulberg

@ Münchner Volkstheater | Bühne 1

Porträt einer Person mit schulterlangem blondem Haar vor einer moosbewachsenen Felswand. Die Person trägt ein schwarzes Oberteil und blickt direkt in die Kamera, während das Gesicht teilweise von den Haaren verdeckt wird.
Nathalia Eulberg

Donnerstag, 10. Dezember

Sonntag, 13. Dezember

So, 13. Dez 2026, 20:00

Angela Aux

@ Münchner Volkstheater | Bühne 1

Porträt einer Person mit langem blondem Haar und schwarzer Kappe. Die Person hält eine orange E Gitarre vor dem Körper und trägt ein helles Oberteil mit großflächigem Motiv.
Münchner Volkstheater GmbH

Freitag, 18. Dezember

Fr, 18. Dez 2026, 16:30

KRIPPENSPIEL - Ein Stern ist aufgegangen

@ Münchner Volkstheater | Bühne 1

KRIPPENSPIEL - Ein Stern ist aufgegangen
Gabriela Neeb

Sonntag, 27. Dezember

So, 27. Dez 2026 · Uhrzeit noch unbekannt

Axel Hacke

@ Münchner Volkstheater | Bühne 1

Axel Hacke Axel Hackes neuestes Buch heißt "Aua! Die Geschichte meines Körpers". Es ist wie alle seine Bücher klug und lustig, tröstend und erhellend und darüber hinaus maximal persönlich. Es geht um solche Fragen: Wie ist es, seit fünfzig Jahren mit einem Pfeifton im Ohr zu leben? Wie kann eine Einladung ins „Literarische Quartett“ zu einer Knieverletzung führen? Wie bricht man sich beim Meditieren einen Knochen? Es geht um Gebrechen, aber auch Triumphe eines Manneskörpers in der zweiten Hälfte der Sechziger – und um das große, nie nachlassende Staunen über dessen Funktionieren. Hacke gibt Einblicke ins Banale und Geheimnisvolle, Lustige und Fürchterliche, Schöne und Abstoßende. Er selbst sagt über sein Buch: „Es ist ungeheuerlich. Auch schamlos. Wie immer bei mir.“ Weil es bei seinen Lesungen nie nur um ein Buch geht, sondern um alle und alles, trägt er auch die heitersten Texte aus seinem Gesamtwerk vor. So wird entstehen, was Hacke auf der Bühne immer entstehen lässt: ein heiterer Abend. Axel Hacke lebt als Schriftsteller in München. Berühmt ist seine Kolumne "Das Beste aus aller Welt", die er seit Jahrzehnten jede Woche im "Süddeutsche Zeitung Magazin" veröffentlicht. Er gehört zu den bekanntesten Autoren Deutschlands, seine Bücher sind Bestseller und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Seine Arbeit wurde unter anderem mit dem Joseph-Roth-Preis, zwei Egon-Erwin-Kisch-Preisen, dem Theodor-Wolff-Preis und zuletzt dem Ben Witter-Preis ausgezeichnet.

Axel Hacke
Matthias Ziegler