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1871 hielt der dänische Literaturkritiker und -wissenschaftler Georg Brandes eine Vorlesungsreihe über die Hauptströmungen der Literatur des 19. Jahrhunderts, die als Geburtsstunde des Modernen Durchbruchs gilt, einer der international einflussreichsten Strömungen der skandinavischen Literaturgeschichte. Die Vorlesungsreihe war ein Großereignis und beendete seine wissenschaftliche Karriere schlagartig. Brandes präsentierte die europäische Literatur als einen Wechsel von Ebbe und Flut, in dem Revolution und Reaktion einander ablösen und die dänische Literatur hinter ihren europäischen Nachbarn zurückblieb. Er nutzte dafür eine aquatische Metaphorik, die Anders Engberg-Pedersen 2019 als „hydraulic literary theory“ beschreibt. Offen bleibt dabei das Verhältnis, das diese Theorie zu physischen Gewässern hat. In unserem Seminar wollen wir vor diesem Hintergrund der Frage nachgehen, welche Rollen Gewässer im Modernen Durchbruch spielen.

Diese Veranstaltung ist im Rahmen der Public Climate School für Mitarbeitende und externe Teilnehmende geöffnet.

Weitere Informationen im QIS →

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