Zum Inhalt springen

Thematischer Einstiegsvortrag mit anschließender Publikumsdiskussion zu ausgewählten Textabschnitten. Vorkenntnisse des Publikums sind nicht erforderlich.

Thomas Mann gestaltet in seiner Novelle „Mario und der Zauberer“ (1930), die bis heute als Warnung vor dem Faschismus gelesen wird, mit dem Wanderzauberer Cavaliere Cipolla eine der eindrücklichsten tyrannischen Künstlerfiguren in der deutschsprachigen Literatur. Die Erzählung führt vor Augen, wie Cipolla sein Publikum auf tyrannische Weise verführt und hypnotisch unterwirft. Doch wie genau gelingt es dem Zauberer, sein Publikum und somit auch den Erzähler der Novelle in seinen grausamen Bann zu ziehen? Mit welchen erzählerischen Techniken gestaltet Thomas Mann diesen Unterwerfungsvorgang; und kann die finale Befreiungstat des zunächst unscheinbar wirkenden Kellners Mario als Tyrannenmord gelesen werden? Diesen und weiteren Fragen möchte die Veranstaltung nachgehen.

Dr. Till Nitschmann ist Privatdozent an der Leibniz Universität Hannover. Er wurde 2014 mit einer Dissertation zu dem Thema „Theater der Versehrten“ promoviert und habilitierte sich 2023 mit der Schrift „Ästhetiken der Tyrannis“. In Forschung und Lehre setzt er sich insbesondere mit den Schwerpunkten Drama und Theater, Tyrannen, Literatur und Gewalt, Literatur und Krieg, Literatur und Bildende Kunst, Thomas Mann, Heiner Müller und Sarah Kane auseinander.

Ticket Vorverkauf bei der Tourist Information am Max-Höfler-Platz und im Stadtmuseum.

*4. Thomas Mann Festival in Bad Tölz*

Veranstalter Stadtmuseum

Marktstraße 48 · 83646 · Bad Tölz · 08041 7935156

Tickets

  • 12 €

Links