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Kulte strukturierten den Alltag in den römischen Provinzen und stifteten Identität für die dortigen Gesellschaften. Ihre Wurzeln lagen in eisenzeitlich-autochthonen, aber auch in mediterranen oder anderen ortsfremden Traditionen – entsprechend wandelten sie sich, statt starr zu bleiben. Manche Götter entstanden erst während der römischen Kaiserzeit neu, andere werden für uns heute überhaupt erst durch die römischen Medien Schrift und Bild sichtbar. Eine besondere Rolle kam dabei dem Kaiserkult zu: Er stützte die römische Macht und vermittelte zwischen Provinzen und Herrscher.

An diese Vielfalt knüpft die Vorlesung an und wendet sich den Kulten in den nordwestlichen Provinzen zu – getragen von der Leitfrage, wie diese sogenannte heidnische Religion funktionierte und wie sie ihre integrative Wirkung entfaltete.

Veranstalter
Institut für Archäologische Wissenschaften, Abt. II, Goethe-Universität

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