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Die Traumwelt hat über Jahrhunderte Künstler inspiriert – nun taucht auch die skandinavische Alt-Prog-Folk-Band Kalandra in diese phantastische Welt ein. Seit 15 Jahren verbinden sie nordische Pop-Elemente mit dunklem, atmosphärischem Rock und haben sich damit eine stetig wachsende Fangemeinde erspielt. Ihr Debütalbum „The Line“ von 2020 zählt inzwischen über 54 Millionen Streams, 2024 folgte das gefeierte Album „A Frame Of Mind“. Mit „The Other Side“ widmet sich Kalandra nun ganz dem Thema Träume.

Bereits vor den Aufnahmen begann die Band, ihre nächtlichen Visionen in Traumtagebüchern festzuhalten und daraus Songs zu entwickeln. Entsprechend vielseitig ist das Album: Traumhafte und albtraumhafte Momente treffen auf Folklore, aktuelle Themen sowie persönliche Gedanken über Leben und Tod.

Musikalisch bewegt sich „The Other Side“ zwischen zarten, entrückten Melodien und intensiven, düsteren Klanglandschaften. Stücke wie das ungewöhnlich schnelle „Animal“ zeigen eine neue, treibende Seite der Band, während die melancholische Ballade „A Ship Has Left The Shore“ mit Piano und eindringlichem Gesang den Verlust eines geliebten Menschen thematisiert.

Auch klanglich setzt Kalandra auf Reduktion: „Weniger ist mehr“ lautete die Devise. Statt möglichst vieler Spuren und Effekte stehen einzelne, kraftvolle Sounds im Mittelpunkt. So entsteht ein Album, das zugleich archaisch und modern, verträumt und unheimlich wirkt – und sich jeder einfachen Genre-Schublade entzieht.

Für die Zukunft hat die Band große Pläne: größere Tourneen, Bühnen und Shows. Gitarrist Florian bringt es auf den Punkt: Sein ultimatives Ziel sei eine Show in Rammstein-Größe – inklusive „Atomkraftwerk auf Rädern“ neben dem Tourbus.

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