Mi, 28. Okt 2026, 18:15 – 20:15
Ökonomie der Angst
Nina-Rubinstein-Weg 1, 60323 Frankfurt, DE
Die Rückkehr des nervösen Zeitalters
Radikalisierung, Autoritarismus, Kriegstreiberei, Fremdenfeindlichkeit und Kontrollverlust: Der Vortrag geht den Ursachen dieser Phänomene der Gegenwart nach und macht sie an der „ersten und zweiten Turboglobalisierung“ fest. Politische Umwälzungen, ökonomische Krisen und technologische Innovationen überforderten im Vorfeld des Ersten Weltkriegs wie auch heute die nationalen Gesellschaften und ihre politischen Vertreter – und riefen die Raubritter der Wirtschaft auf den Plan. Fehlentscheidungen in der Politik, die Polarisierung der Bevölkerung und das Gefühl der Marginalisierung des Einzelnen weckten damals wie heute eine Sehnsucht nach einfachen, oft gewaltvollen Lösungen für komplexe Probleme.
Prof. i.R. DDr. Oliver Rathkolb war bis 2024 Professor am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien. 2025 erschien sein gleichnamiges Buch im Molden Verlag. Es wurde in Österreich Sieger in der Wahl des Publikums für das Wissenschaftsbuch im Bereich Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften des Jahrs 2026.
Veranstalter
Fritz Bauer Institut
Links
- Sourceuni-frankfurt.de